Die Bundesregierung hat wieder schärfere staatliche Eingriffsmöglichkeiten für eine erwartete Corona-Welle im Herbst und Winter auf den Weg gebracht. Anfang September wurde eine neue Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, um gut durch den Herbst zu kommen. Ab 1. Oktober 2022 greifen in Deutschland neue Corona-Regeln.
Die Länder sollen laut Infektionsschutzgesetz dann selbst beschließen können, wo überall eine Maskenpflicht gilt. Der Bund gibt nur noch vor, dass in Fernzügen der Deutschen Bahn und in Kliniken FFP2-Masken getragen werden müssen. Wird in Baden-Württemberg ab 1. Oktober also die Maskenpflicht abgeschafft?

Maskenpflicht in BW im ÖPNV: Was gilt aktuell?

Aktuell gilt in folgenden Orten in Baden-Württemberg eine Maskenpflicht:
  • Arztpraxen, Krankenhäusern, medizinischen Einrichtungen aller Art
  • In Pflege- und Altenheimen
  • Im ÖPNV - entweder FFP2 oder medizinische Maske
Die aktuelle Corona-Verordnung in Baden-Württemberg läuft noch bis zum 30. September 2022.

Corona in BW: Ab 1. Oktober könnte die Maskenpflicht fallen

Das Land Baden-Württemberg kann darüber entscheiden, ob ab dem 1. Oktober 2022 die Maskenpflicht im ÖPNV noch weitergelten soll - oder eben nicht.
Der Busunternehmerverband BDO forderte die Abschaffung der Maskenpflicht wie in Flugzeugen auch für Fernbusse. Es brauche einheitliche und nachvollziehbare Regelungen, sagte Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie begründete dies auch mit der wirtschaftlichen Krise der Branche angesichts hoher Energiepreise.

Masken im ÖPNV in BW: Was sagt die Landesregierung?

Baden-Württemberg will trotz des zunehmend kälteren Wetters die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorerst nicht verschärfen. Es sei vorgesehen, dass die derzeit im Land geltenden Regelungen auch ab 1. Oktober beibehalten und lediglich an das neue Infektionsschutzgesetz des Bundes angepasst würden, teilte das Gesundheitsministerium mit. „Erst wenn sich die Infektionslage im Herbst und Winter erheblich zu verschlechtern droht, sind gegebenenfalls weitere, im Infektionsschutzgesetz vorgesehene Maßnahmen erforderlich.“ Für die Menschen im Land ändere sich deshalb wenig.
mit dpa