Mallorca
: Medusa Beach Club am Ballermann eingestürzt – zwei Deutsche unter den Toten

An der Playa de Palma auf Mallorca ist ein Restaurant eingestürzt. Mehrere Menschen sterben, Dutzende werden verletzt und schweben in Lebensgefahr.
Von
Philipp Staedele
Palma de Mallorca
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Gebäudeeinsturz auf Mallorca

Gebäudeeinsturz auf Mallorca. Vier Menschen wurden tödlich verletzt. Unter den Toten sind auch zwei deutsche Frauen, wie nun bekannt wurde.

Isaac Buj/EUROPA PRESS/dpa

An der Playa de Palma auf Mallorca ist ein Restaurant eingestürzt. Dabei soll es nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa mehrere Tote und etliche Verletzte gegeben haben. 16 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei der bei deutschen Urlaubern sehr beliebten Mittelmeer-Insel mit. Sieben der Verletzten seien in kritischem Zustand, hieß es.

Mann und drei Frauen bei Unglück am Ballermann gestorben

Bei den Todesopfern handelt es sich nach Angaben der mallorquinischen Behörden bisher um einen Mann und drei Frauen. Der Chef der Feuerwehr von Palma, Eder García, sagte, es wären Personen „verschiedener Nationalitäten und mittleren Alters“ betroffen. Eine der ums Leben gekommenen Frauen habe im Lokal gearbeitet, schrieben die Zeitung „El País“ und andere Medien.

Zwei deutsche Urlauberinnen unter den Todesopfern

Unter den vier Todesopfern des Gebäudeeinsturzes auf Mallorca sind zwei deutsche Urlauberinnen im Alter von 20 und 30 Jahren. Zudem seien bei dem Unglück am Donnerstagabend eine 23-jährige Spanierin und ein 44 Jahre alter Mann aus dem Senegal ums Leben gekommen, teilte die Polizei in Palma am Freitag mit.

Tragödie am Ballermann: Was ist genau passiert?

Der Unfall geschah direkt am Strand, nur wenige Straßen von den Kultlokalen Megapark und Bierkönig entfernt. Das Gebäude des Medusa Beach Club stürzte gegen 20.30 Uhr ein. Der erste Stock sei dabei bis zum Keller eingebrochen, berichteten die Zeitung „El País“ und andere Medien unter Berufung auf Augenzeugen. Ein Polizeisprecher hatte aber kurz vor Mitternacht gute Nachrichten: „Mit 90-prozentiger Sicherheit“ seien unter den Trümmern keine Opfer mehr, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Anfrage.

Javier, ein Bewohner der Playa de Palma, war in unmittelbarer Nähe, als das Gebäude an der Straße Cartago schnell wie ein Kartenhaus, aber mit lautem Getöse in sich zusammenfiel. „Es hörte sich wie eine Bombe an“, erzählte er einem Reporter der Regionalzeitung „Última Hora“. Andere Menschen sagten, das Gebäude sei erst „vor ein paar Jahren“ renoviert worden. Der Teil im ersten Stock, der einstürzte, sei als Chill-out-Bereich benutzt worden.

Gebäude stürzt ein: Restaurant war voll

Zum Zeitpunkt des Einsturzes sei das Restaurant, das zum Teil auch als Cocktailbar mit Livemusik fungierte, voll gewesen, berichteten Medien. Gegen Mitternacht waren Einheiten von Polizei, Feuerwehr sowie Notfalldienst noch am Unfallort im Einsatz. Psychologen betreuten immer noch Opfer und Zeugen der Tragödie.

Bis zu 1000 Menschen hätten sich unmittelbar nach dem Einsturz vor dem Unfallort versammelt, berichteten die Regionalzeitungen „Diario de Mallorca“ und „Última Hora“. Angehörige von Mitarbeitern bangten um ihre Lieben. Der Bürgermeister von Palma, Jaime Martínez, und der erste stellvertretende Bürgermeister, Javier Bonet, fuhren ebenfalls schnell zum Strand, um sich vor Ort ein Bild von der Tragödie und den Rettungsarbeiten zu machen.

Gebäudeeinsturz auf Mallorca: 23.05.2024, Spanien, Palma de Mallorca: Rettungsdienste sind nach dem Einsturz eines Gebäudes am Strand von Palma im Einsatz. Mindestens zwei Menschen sollen am Donnerstag beim Einsturz ums Leben gekommen sein. Foto: Isaac Buj/EUROPA PRESS/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Spanien, Palma de Mallorca: Mindestens vier Menschen sind bei dem Einsturz des Gebäudes ums Leben gekommen.

Isaac Buj/EUROPA PRESS/dpa

Medusa Beach Club: Was war die Ursache für den Einsturz?

Zur Ursache des Unglücks wurde zunächst nichts bekannt. Noch gegen Mitternacht suchten Einsatzkräfte unter den Trümmern fieberhaft nach Opfern.

Nach dem Start der Party-Saison ist die Playa de Palma seit Ende April wieder voller Touristen, die – anders als die Besucher der englischen Partyhochburg Magaluf westlich von Palma – mehrheitlich aus Deutschland kommen.