Maddie McCann und Christian B.: Staatsanwalt hat angeblich Beweise für Maddies Tod

Die Eltern von Maddie McCann hatten sich zeitweise übler Verdächtigungen zu erwehren.
dpaDie Strafverfolgungsbehörden in Braunschweig können nach eigenen Angaben „materiell“ beweisen, dass Maddie McCann tot ist. Das sagte Staatsanwalt Hans Christian Wolters dem portugiesischen TV–Sender RTP, wie die Bildzeitung schreibt. „Zu den Sachen, die wir haben, kann ich nichts sagen“, erklärte der Jurist auf Nachhaken der Interview–Partnerin, die in Bezug auf den Fall Maddie McCann konkret nach einem Video fragte.
Fall Maddie McCann: Neue Ermittlungen gegen Christian B.
Die damals dreijährige Maddie war seit 2007 spurlos au ihrem Bett in einer Apartmentanlage an der Algarve verschwunden, während die Eltern in einem Restaurant saßen. Im Juni 2020 gab es mit dem Mordverdacht gegen den Deutschen Christian B. (43) eine dramatische Wende. Der Mann lebte zwischen 1995 und 2007 in Portugal und sitzt derzeit in Kiel ein. Unter anderem geht es um Vergewaltigung und Drogenhandel. Am Dienstag wurde bekannt, dass die Staatsanwalt gegen ihn in einem weiteren Vergewaltigungsfall im Jahr 2004 an der Algarve ermittelt. Das mutmaßliche Opfer Hazel B. hatte sich im Sommer über Zeugenaufrufe im Fall Maddie bei der Polizei gemeldet.
Serienmörder und Kinderschänder Martin Ney in den Fall Maddie McCann verwickelt?
Christian B.s Anwalt Friedrich Fülscher sagte dem Boulevardblatt „The Sun“, er habe Beweismaterial, das seinen Mandanten entlasten könnte. „Ich kann nicht ins Detail gehen, aber es ist erheblich und beinhaltet jemanden, der mir entscheidende Informationen geliefert hat. Wenn ich das offenlege, werden sie alle vom Stuhl kippen“, wird Fülscher zitiert.
Bei den Ermittlungen war ein Phantombild entstanden, das dem verurteilten deutschen Serienmörder und Kinderschänder Martin Ney verblüffend ähnlich sieht. Der abgebildete Mann soll beim Auskundschaften des Tatorts beobachtet worden sein. 2020 kam dann der Verdacht auf, dass Maddie McCann möglicherweise von einem europaweit agierenden Pädophilenring entführt worden sein könnte. Christian B. wäre in diesem Fall eventuell „nur“ der Handlanger gewesen.

