Lotto Bayern: Zehn Millionäre im ersten Halbjahr – doch ein Gewinner wird noch gesucht

Wer wird Millionär - oder Millionärin. Das fragt sich gerade Lotto Bayern. Die suchen im Raum München seit Jahren nach dem Glückspilz.
Sven Hoppe/dpa- Lotto Bayern: 10 neue Millionäre im 1. Halbjahr, Gewinne über 300 Mio. Euro.
- Größter Gewinn: 40,7 Mio. Euro im Eurojackpot an Spieler aus Unterfranken.
- Gewinner von 1,1 Mio. Euro aus München (2022) wird noch gesucht – Frist bis 31.12.2025.
- Rentner aus Oberbayern gewann 5,28 Mio. Euro im Spiel 77, plant vorsichtige Geldanlage.
- Staat erhielt 256 Mio. Euro aus Lotto-Abgaben, genutzt für Kultur, Sport und Denkmalpflege.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zehn Millionärinnen und Millionäre und 64 Gewinne von mehr als 100.000 Euro – das ist die Bilanz des ersten Halbjahres von Lotto Bayern. Insgesamt seien mehr als 300 Millionen Euro als Gewinne ausgeschüttet worden, teilte die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung mit. Am meisten Geld ging an einen Spielteilnehmer aus Unterfranken: Rund 40,7 Millionen Euro war der Spielschein in der Lotterie Eurojackpot wert.
Million-Gewinner aus München seit 2022 gesucht
Nehmen Menschen anonym an den Lotto-Ziehungen teil, müssen sie sich bei einem Gewinn aber auch innerhalb von drei Jahren melden. In den meisten Fällen mit großen Summen ist das zwar der Fall, doch manchmal bleiben die Lotto-Millionen auch lange liegen.
So wird seit mehreren Jahren der Gewinner oder die Gewinnerin von knapp 1,1 Millionen Euro in der Zusatzlotterie Spiel77 gesucht. Der- oder diejenige hatte den Spielauftrag am 6. August 2022 mit der Losnummer 0299095 bei einer Annahmestelle im Großraum München anonym abgegeben. Doch langsam wird die Zeit knapp, das Geld noch einzustreichen: Der Gewinn kann nur noch bis einschließlich 31. Dezember 2025 geltend gemacht werden.
„Wir wünschen uns natürlich immer, dass die Gewinne dahin kommen, wo sie hinkommen sollen - nämlich an die Gewinnerinnen und Gewinner“, sagte die Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung, Caroline Kerschbaumer. Deswegen habe man ein Plakat vorbereitet, das demnächst in sämtlichen Annahmestellen im Großraum München aufgehängt werden soll. „Wem gehört der Millionen-Gewinn?“, steht groß darauf. Ein roter Pfeil zeigt auf alle wichtigen Informationen, einschließlich der Frist.
Staat bekommt die meisten Lotto-Millionen
Größter Einzelgewinner beim Lottospielen blieb im ersten Halbjahr die Staatskasse: Knapp 256 Millionen Euro an Lotterie- und Sportwettsteuer, Gewinnabführung und Spielbankabgabe flossen an den Freistaat. Verwendet werden soll das Geld vor allem für Bereiche wie Sport- und Kulturförderung und Denkmalpflege, sagte Kerschbaumer. Auch die Kommunen profitieren demnach vom Gemeindeanteil der Spielbankabgabe.
Das Geld kommt nicht nur aus Lotto-Spielscheinen, sondern auch aus neun Spielbanken im Freistaat mit mehr als 353.000 Besucherinnen und Besuchern im ersten Halbjahr. Dazu kommt seit vergangenem Jahr auch ein Online-Casino-Angebot. Das erfreue sich „zunehmender Beliebtheit“, teilte Kerschbaumer mit. Das Angebot reiche von Live-Roulette über virtuelles Roulette und Blackjack bis hin zu virtuellem Poker gegen die Bank. Konkrete Zahlen zu Nutzern und Spieleinsätzen dort wurden zunächst nicht genannt, man schaue aber „optimistisch in die Zukunft.“
Rentner aus Bayern holt Millionen-Gewinn ab
Erst im Juli hatte sich ein zunächst unbekannter Jackpot-Gewinner aus Oberbayern seinen Millionen-Gewinn abgeholt. Mittlerweile gehe es ihm wieder gut, zitierte die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung den Rentner. „Am Anfang war ich ziemlich überwältigt.“ Seine Frau könne es noch immer nicht glauben, dass er beim Spiel 77 rund 5,28 Millionen Euro gewonnen habe.
Er spiele zwar regelmäßig Lotto 6aus49 oder Eurojackpot und kreuze auch oft die Zusatzlotterien an. Aber dass er damit mal einen Millionen-Gewinn erzielen würde, habe er nie gedacht, hieß es. Und tatsächlich ist ein solcher Mega-Gewinn sehr unwahrscheinlich: Die Chance lag laut Lotterieverwaltung im konkreten Fall bei 1 zu 10 Millionen.
Der Rentner hatte mit seinem anonymen Eurojackpot-Spielauftrag als Einziger deutschlandweit den Jackpot in der Gewinnklasse 1 in der Zusatzlotterie Spiel 77 geholt. Für seinen Spielschein hatte er 6,25 Euro investiert. Den neuen Geldsegen will der Mann auf jeden Fall nicht verprassen: „Da lassen wir uns jetzt ganz viel Zeit, nehmen Beratungen in Anspruch und überlegen gut, wie wir das Geld anlegen und welche Wünsche wir uns vielleicht erfüllen.“
Mit Material von DPA.



