Laura Dahlmeier: Seilpartnerin äußert sich im Video

Marina Krauss (rechts) bei der Presserunde nach dem Tod ihrer Seilpartnerin Laura Dahlmeier. Links von ihr, Kletterexperte Thomas Huber.
MANZOOR BALTI/AFP- Bergsteigerin Laura Dahlmeier stirbt bei einem Unfall in Gilgit-Baltistan, Pakistan.
- Seilpartnerin Marina Krauss schildert: Steinschlag traf Dahlmeier, sie wurde gegen die Wand geschleudert.
- Unfall ereignete sich beim Abseilen auf rund 5700 Metern – Rettung per Helikopter war nicht möglich.
- Dahlmeiers Leichnam bleibt auf ihren Wunsch hin am Berg, keine weiteren Bergungsversuche geplant.
- Krauss: „Hätten wir früher umgedreht, wären wir sicher heruntergekommen.“
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Erstmals nach dem tödlichen Unglück in Pakistan hat sich die Seilpartnerin von Laura Dahlmeier zu Wort gemeldet. In einem Video, das der Bayerische Rundfunk (BR24), am Mittag veröffentlicht hat, berichtete Marina Krauss von dem dramatischen Unfall.
„Ich habe beobachtet, wie Laura gegen die Wand geschleudert wurde“
„Wir wussten, dass wir das technisch auf jeden Fall drauf haben, dass es laut Wettervorhersage und, wenn wir nachts starten, alles machbar ist“, sagte sie in einer Presserunde. Die beiden Bergsteigerinnen brachen die Besteigung dann nach Aussagen von Krauss vor Erreichen des Gipfels auf rund 5700 Metern ab. „Wir haben uns entschieden, umzudrehen.“ Beim Abseilen passierte das Unglück. Dahlmeier seilte nach Angaben von Krauss als zweite ab. „Ich war schon unten an der nächsten Abseilstelle, habe das schon vorbereitet. Die Laura ist nachgekommen.“ Dann ging der Steinschlag los. „Ich habe beobachtet, wie Laura ein riesengroßer Stein getroffen hat und wie sie dann gegen die Wand geschleudert wurde.“
Von dem Moment an habe sich die ehemalige Biathletin nicht mehr bewegt. Krauss wurde klar, dass es für sie nicht möglich sei, sicher an die Unglücksstelle zu gelangen. Also rief sie als letzte Möglichkeit zu helfen, den Helikopter. „Wenn wir eine halbe Stunde früher gewesen wären, wären wir auch sicher heruntergekommen.“
Leichnam wird nicht geborgen
Unmittelbar zuvor war bekannt geworden, dass der Leichnam Dahlmeiers doch, ihrem Wunsch entsprechend, am Berg gelassen werde. Der Sprecher der zuständigen Provinzregierung Gilgit-Baltisten, Faizullah Faraq, teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, keine weiteren Bergungsversuche in die Wege leiten.


