Krieg in Israel
: Weitere deutsche Schülergruppe saß in Terrorzone fest – dann endlich die Ausreise

Berufsschüler und Lehrkräfte aus dem Kreis Esslingen, die nach den Angriffen der islamistischen Hamas in Israel auf die Ausreise hofften, sind auf dem Heimweg.
Von
Isabelle Jahn
Kirchheim unter Teck
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Die Koffer mussten wohl schnell gepackt werden, als eine Schülergruppe aus Kirchheim unter Teck wegen der Kriegslage vorzeitig aus Israel ausreiste. (Archivbild)

Jonas Walzberg/dpa

Tagelang mussten mindestens zwei Schülergruppen aus Baden-Württemberg in Israel ausharren. In Sicherheit sind sie, zuhause noch nicht.

Während eine Gruppe von Berufsschülern und ihren Begleitern aus dem Landkreis Karlsruhe in der israelischen Wüste wartete und schließlich ausreisen durfte, konnte am Dienstag auch eine weitere Schülergruppe aus Kirchheim unter Teck im Landkreis Esslingen aufatmen: Die zehn Berufsschüler und ihre beiden Lehrkräfte, die nach den Angriffen der islamistischen Hamas ebenfalls in Israel festgesessen und auf einen Rückflug in die Heimat gewartet hatten, seien am Dienstag aus dem Krisenherd ausgeflogen worden und unterwegs nach Hause. Dies sagte eine Sprecherin des Landkreises auf Anfrage der Deutschen Presseagentur. Wohin der Flug zunächst ging, war noch unklar.

Schulausflug in Israel abgebrochen

Die Gruppe sei am 4. Oktober zu einem Austausch nach Israel geflogen und wollte eigentlich erst am Donnerstag zurückkommen. Die Gruppe hatte sich im Rahmen eines Schülerausflugs an einer Partnerschule östlich von Tel Aviv und bei Gastfamilien aufgehalten.

Weitere Schülergruppen im Kriegsgebiet?

Einen genauen Überblick, wie viele Schülergruppen aus Baden-Württemberg derzeit in Israel sind, hat das Kultusministerium nicht. Jugend- und Schülerbegegnungen seien nicht meldepflichtig, hieß es im Ministerium. Man wisse von den Reisen lediglich dann, wenn bei den Regierungspräsidien Fördergelder für solche Reisen beantragt würden. Aktuell seien keine von den Regierungspräsidien geförderten Reisegruppen in Israel.