Konklave: Termin und Ablauf der Papstwahl 2025

Kardinäle zu Beginn des Konklaves in einer Prozession zur Sixtinischen Kapelle im Vatikan.
Uncredited/Osservatore Romano via AP/dpaPapst Franziskus ist tot. Er starb am Morgen des Ostermontags im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer schweren Lungenentzündung, wie der Vatikan bestätigte. Noch am Ostersonntag hatte sich der Papst der Öffentlichkeit auf dem Petersplatz gezeigt und den Segen erteilt. Gläubige auf der ganzen Welt betrauern den Tod des Papstes – und warten nach der Trauerfeier am Samstag, dem 26. April, gespannt auf das Konklave. In der Wahlversammlung der Kardinäle wird ein neuer Papst gewählt.
- Wie funktioniert die Papstwahl?
- Was ist das Konklave?
- Wann wird der neue Papst gewählt?
- Wer darf den Papst wählen?
- Wie wird der Papst gewählt?
Diese Fragen beantworten wir im Artikel.
Wann und wie wird der neue Papst gewählt?
Stirbt ein Papst oder tritt er zurück, muss ein neuer Bischof der Kirche von Rom gewählt werden. Er ist das Oberhaupt des Bischofskollegiums, also der Papst. Gewählt wird das neue Oberhaupt der katholischen Kirche grundsätzlich 15 bis 20 Tage nachdem die Sedisvakanz begonnen hat. Die Sedisvakanz (lat. leerer Stuhl) beginnt nach dem Tod oder Rücktritt des Papstes. Der Papst wird anschließend vom sogenannten Konklave, einer Versammlung von Kardinälen in der Sixtinischen Kapelle, im Vatikan gewählt. Der Vatikan hat jetzt den genauen Termin für den Start der Papstwahl bekanntgegeben. Diese beginnt am 7. Mai.
Mehr Informationen zur Trauerzeit gibt es hier.
Was ist das Konklave? Bedeutung, Herkunft, Ablauf der Versammlung in der Sixtinischen Kapelle
Konklave kommt aus dem Lateinischen „cum clave“, was so viel bedeutet wie „mit dem Schlüssel (eingeschlossen)“. Damit ist die Versammlung der wahlberechtigten Kardinäle gemeint, die sich in der Sixtinischen Kapelle treffen, um den neuen Papst zu wählen. Diese Tradition gibt es erst seit dem 13. Jahrhundert. Kirchenhistoriker datieren das erste Konklave auf das Jahr 1241. Dort schlossen die Städte die Kardinäle ein, um den Prozess zu beschleunigen. Während des Konklaves ist den Kardinälen der Kontakt zur Außenwelt untersagt.
Wie viele Päpste gab es bisher? Alle Päpste seit dem 16. Jahrhundert gibt es hier aufgelistet.
Wer darf den Papst wählen?
Den Papst dürfen die Kardinäle wählen, die vor Beginn der Sedisvakanz nicht älter als 80 Jahre waren. Allerdings sollen nicht mehr als 120 Kardinäle wahlberechtigt sein. Das ist allerdings keine zwingende Regel. Ein Papst kann vor seinem Tod so viele Kardinäle ernennen, dass es mehr als 120 von ihnen gibt, die wahlberechtigt sind. Das ist eine Möglichkeit, wie ein noch lebender Papst Einfluss auf die Wahl seines Nachfolgers nehmen kann.
Wie funktioniert die Papstwahl?
Die Kardinäle wählen in geheimer Wahl während des Konklaves in der Regel viermal am Tag – vormittags und nachmittags je zweimal. Um Papst zu werden, braucht ein Kandidat zwei Drittel der Stimmen der anwesenden Wähler. Nach 33. Wahlgängen kommt es zur Stichwahl. Gewählt werden können nur noch die beiden Kandidaten, die im vorherigen Wahlgang die meisten Stimmen erhalten haben. Auch hier gilt jedoch: Papst wird nur, wer zwei Drittel der Stimmern auf sich vereinigt.
Wer darf Papst werden?
Papst werden kann jeder, der fähig und willens ist, zum Bischof von Rom gewählt zu werden. Das bedeutet jeder männliche katholische Christ. Dass ein Kandidat Priester, Kardinal oder Bischof ist, ist theoretisch nicht nötig. Allerdings gab es seit dem 14. Jahrhundert keinen Papst mehr, der nicht vorher Kardinal war.
Mögliche Nachfolger und weitere Voraussetzungen für das Amt als Papst finden sich in diesem Artikel.
Alles zum Tod von Papst Franziskus, der Beerdigung und dem Konklave
Das Oberhaupt der Katholischen Kirche ist laut Vatikan am Ostermontag, 21.4., um 7.35 Uhr im Alter von 88 Jahren gestorben. Gläubige nehmen am Samstag, 26.4., in einer Trauerfeier Abschied.
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