Königsfamilie auf Distanz
: Wegen Marius? Norwegische Royals verbringen Ostern getrennt

Mette-Marit und Haakon verbringen die Feiertage getrennt von Königin Sonja und König Harald. Was hat Marius Borg Høiby damit zu tun?
Von
Judith Müller
Oslo
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Die norwegische Königsfamilie verbringt die Osterfeiertage nicht gemeinsam.

Die norwegische Königsfamilie verbringt die Osterfeiertage nicht gemeinsam.

Collage: picture alliance/dpa/Pool NTB | Cornelius Poppe, picture alliance/dpa/NTB SCANPIX/EPA | Vegard Wivestad Grott

Hinter der norwegischen Königsfamilie liegt ein bewegtes Jahr – geprägt von gesundheitlichen Sorgen, familiären Belastungen und negativen Schlagzeilen. Auch die diesjährigen Osterfeiertage stehen unter einem besonderen Stern: König Harald V. (88) und Königin Sonja (87) verbringen Ostern in ihrer traditionellen Berghütte – ohne Kronprinz Haakon (51) und Kronprinzessin Mette-Marit (51). Beobachter fragen sich: Hat Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (28) mit dieser Entscheidung zu tun?

Royale Gesundheitssorgen überschatten das Jahr

2024 war gesundheitlich kein leichtes Jahr für die norwegischen Royals: Im März wurde König Harald nach einer schweren Infektion während eines Malaysia-Urlaubs ein Herzschrittmacher eingesetzt. Nur wenige Monate später, im Januar 2025, musste sich auch Königin Sonja einem ähnlichen Eingriff unterziehen – nach einem Zwischenfall beim Skifahren.

Auch Kronprinzessin Mette-Marit, die seit Jahren an chronischer Lungenfibrose leidet, zieht sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück. Ihr Gesundheitszustand erfordert regelmäßige Pausen vom offiziellen Programm. Doch es ist nicht nur die körperliche Verfassung, die der Königsfamilie zu schaffen macht.

Marius Borg Høiby: der Problemsohn der Royals?

Besonders viel Aufmerksamkeit zieht derzeit Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung, Marius Borg Høiby, auf sich. Der 28-Jährige steht seit August 2024 unter öffentlichem Druck: Nach einer angeblichen Attacke auf eine junge Frau in ihrer Wohnung in Oslo wurde er vorläufig festgenommen. Es folgten weitere schwere Vorwürfe – unter anderem wegen Körperverletzung und sexueller Übergriffe. Der Palast äußerte sich bislang nicht öffentlich zu den Anschuldigungen.

Obwohl Marius kein offizielles Mitglied des Königshauses ist, werfen die Negativschlagzeilen auch einen Schatten auf seine Mutter Mette-Marit – und auf die Familie insgesamt.

Tradition ohne Thronfolger: Königspaar feiert Ostern allein in der „Prinsenhütte“

Trotz der jüngsten Turbulenzen nimmt das Königspaar in diesem Jahr wieder an einer langjährigen Ostertradition teil: Der Hof bestätigte, dass Harald und Sonja die Feiertage in ihrer Berghütte in Sikkilsdalen verbringen – dem sogenannten „Prinsehytta“, dem privaten Chalet der Familie im Jotunheimen-Gebirge.

Im Vorjahr mussten sie auf die Reise verzichten, da sich König Harald damals noch in der Erholungsphase nach seiner Operation befand. Stattdessen blieben sie in Oslo, in der Nähe des Krankenhauses.

Doch dieses Jahr kehren sie zurück in die Berge – jedoch ohne ihren Sohn Haakon und dessen Ehefrau Mette-Marit, wie der Palast bestätigte: „Der Kronprinz und die Kronprinzessin haben ein anderes privates Programm.“

Spekulationen um Familienrisse und Rückzug aus der Öffentlichkeit

Wo genau sich Haakon und Mette-Marit über Ostern aufhalten, wurde nicht kommuniziert. Auch über die Begleitung durch die Kinder – Prinzessin Ingrid Alexandra (21), Prinz Sverre Magnus (19) und Marius Borg Høiby – gibt es keine offiziellen Informationen. Gerade in Bezug auf Marius könnte diese Zurückhaltung bewusst gewählt sein.

Die Entscheidung, getrennt vom Königspaar zu feiern, wird von vielen als möglicher Hinweis auf interne Spannungen gewertet – zumal das Verhältnis zu Marius und die damit verbundenen Schlagzeilen die mediale Aufmerksamkeit weiter schüren.

Ostern in der royalen Stille

Während sich König Harald und Königin Sonja ein wenig Ruhe in ihrer Berghütte gönnen, bleibt unklar, wie es hinter den Kulissen der norwegischen Royals wirklich aussieht. Ob der Rückzug von Haakon und Mette-Marit rein gesundheitlich oder familiär motiviert ist – die Frage „Wegen Marius?“ bleibt im Raum stehen.

Quellen: kongehuset.no, seher.no