König Charles III.: Ist der „Rubin“ auf seiner Krone ein echter Fake?

König Charles III. trägt eine Krone mit einem besonderen Edelstein, der auch der „Rubin des schwarzen Prinzen“ genannt wird. Dabei handelt es sich um einen Spinell.
picture alliance/dpa/PA Wire- König Charles III. trägt einen roten Spinell in seiner Krone, bekannt als "Rubin des Schwarzen Prinzen".
- Der Stein stammt aus dem 14. Jahrhundert und gehörte ursprünglich dem arabischen Prinzen Abū Sa’īd.
- Der Name des Steins hat sich trotz der Erkenntnis, dass es kein Rubin ist, über die Jahrhunderte gehalten.
- Der Stein ist tief in der Tradition der britischen Monarchie verwurzelt.
- Könige wie Heinrich V. und Richard III. trugen den Stein in Schlachten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit über 600 Jahren gehört er zu den berühmtesten Juwelen der britischen Krone: der sogenannte „Rubin des Schwarzen Prinzen“. Doch was steckt wirklich hinter dem legendären Stein?
Ein Edelstein mit bewegter Geschichte
Die Geschichte des Steins beginnt im 14. Jahrhundert in Granada, Spanien. Dort gehörte er einst dem arabischen Prinzen Abū Sa’īd. Nach einer blutigen Auseinandersetzung fiel er in die Hände des kastilischen Königs Pedro des Grausamen. Später gelangte er durch ein Bündnis mit dem „Schwarzen Prinzen“, dem Sohn von Edward III., nach England.
Sein Beiname „Schwarzer Prinz“ stammt vermutlich aus späteren Zeiten und könnte sich auf seine schwarze Rüstung oder auf seine harte Kriegsführung beziehen. Edward starb jedoch noch vor seinem Vater, sodass die Krone nicht an ihn, sondern an seinen Sohn Richard II. überging.

König Charles III. und Königin Camilla winken nach ihrer Krönung auf dem Balkon des Buckingham-Palasts. Hier trägt er die Imperial Crown mit dem Rubin, der gar keiner ist.
picture alliance/dpa/PA WireEin Juwel für Könige
Seitdem schmückte der Stein zahlreiche Monarchen. König Heinrich V. trug ihn 1415 bei der Schlacht von Agincourt in seiner Krone. Auch Richard III. soll ihn in der Schlacht von Bosworth getragen haben. Später wurde er Teil der britischen Krone und ist bis heute in der Imperial State Crown zu sehen, die zuletzt König Charles III. trug.
Doch ist es wirklich ein Rubin?
Jetzt kommt die Überraschung: Der „Rubin des Schwarzen Prinzen“ ist gar kein Rubin! Tatsächlich handelt es sich um einen roten Spinell – einen optisch ähnlichen, aber chemisch völlig anderen Edelstein. Schon im Mittelalter war dies bekannt, doch der Name hat sich über die Jahrhunderte gehalten.
Warum bleibt der Name bestehen?
Trotz dieser Enthüllung wird wohl niemand den Namen ändern. Der Stein hat eine zu lange Geschichte und ist tief in der königlichen Tradition verankert. Und seien wir ehrlich: „Spinell des Schwarzen Prinzen“ klingt einfach nicht so majestätisch!

