Kindergeld
: Pro Monat 22.500 Euro – Vater von 24 Kindern betrügt und fliegt auf

Ein Mann aus Dortmund kostete die Sozialkassen mehr als 1,5 Millionen Euro im Jahr. Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, eine Gesetzeslücke zu schließen.
Von
David Hahn
Dortmund
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Das von der CDU geführte Justizministerium tut sich schwer damit, die Vermögensabschöpfung in Brandenburg in Schwung zu bringen. Vom Koalitionspartner SPD kommt deutliche Kritik. (Symbolfoto)

Financial crime concept - handcuffs on cash money. Locked handcuffs and euro currency.

Wie plant die Bundesregierung den Betrug mit Scheinvaterschaften zu unterbinden?

Grazvydas Januska /dpa

Bereits im Februar sorgte Jonathan A. für Schlagzeilen. In Dortmund war er als mittellos gemeldet. Im Ausland soll er jedoch mit Geld um sich geworfen und sich auf TikTok unter dem Namen Mr. Cash Money mit zahlreichen Luxusautos gezeigt haben. Woher stammte sein Geld?

„Mr. Cash Money“: Betrug mit Scheinvaterschaften

Betrug mit Scheinvaterschaften bringen die Sozialkassen jährlich um mehrere Millionen Euro. Männer akzeptieren dabei die Vaterschaft von ausländischen Kindern, auch wenn sie nicht biologisch mit ihnen verwandt sind. Im Gegenzug erhalten die Kinder und ihre Mütter Aufenthaltstitel und Sozialleistungen. Im Fall Jonathan A. hatte dieser für 24 Kinder eine Vaterschaft anerkennen lassen. Über die Mütter, deren Lebenspartner und weitere Kinder, soll das Personengeflecht allein in diesem Fall (Stand Februar 2024) aus 94 Personen bestanden haben, welche zum Teil auch für Sozialleistungen in Deutschland berechtigt waren. Pro Monat soll Jonathan A. damit laut ARD für eine Auszahlung von mehr als 22.500 Euro Kindergeld pro Monat verantwortlich gewesen sein.

Neues Gesetz sieht Änderungen vor

Stand Anfang des Jahres war diese Praxis nicht strafbar. Ein neues Gesetz soll dies jedoch ändern und die missbräuchliche Anerkennung von Vaterschaften stoppen. Hier gibt es die vorgesehenen Änderungen im Überblick.