Ingrid Alexandra
: Norwegische Prinzessin zieht ans andere Ende der Welt

Prinzessin Ingrid Alexandra verabschiedet sich von Norwegen – und beginnt in Sydney ein neues Kapitel als ganz normale Studentin.
Von
Judith Müller
Oslo
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Die norwegische Prinzessin Ingrid Alexandra wird ihr Studium in Australien absolvieren.

Die norwegische Prinzessin Ingrid Alexandra wird ihr Studium in Australien absolvieren.

picture alliance/dpa/NTB Scanpix

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt für Prinzessin Ingrid Alexandra von Norwegen: Die 21-jährige Tochter von Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit verlässt im August ihre Heimat, um ein dreijähriges Bachelorstudium in Australien aufzunehmen. Das norwegische Königshaus hat am 26. Mai offiziell bestätigt, dass die Thronfolgerin ihr Studium an der University of Sydney beginnen wird – mit dem Schwerpunkt auf Sozialwissenschaften, insbesondere internationale Beziehungen und Volkswirtschaftslehre.

Studium am anderen Ende der Welt

Während ihrer Zeit in Sydney wird Ingrid Alexandra wie viele ihrer Altersgenossen in einem Studentenwohnheim auf dem Campus leben – ein bewusster Schritt in Richtung Normalität und Unabhängigkeit. Die Königstochter strebt ein Vollzeitstudium an und möchte sich in den kommenden Jahren voll auf ihre akademische Laufbahn konzentrieren. Ihre Entscheidung zeigt deutlich, dass der Fokus aktuell nicht auf öffentlichen Auftritten im Namen der Krone liegt, sondern auf Bildung und persönlicher Entwicklung.

Norwegens Prinzessin Ingrid Alexandra (l), Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit auf dem Weg zu einem Galadinner im Palast im Zusammenhang mit dem Staatsbesuch des isländischen Präsidentenpaares. Der Staatsbesuch soll die engen Beziehungen der beiden nordischen Länder unterstreichen. +++ dpa-Bildfunk +++

Norwegens Prinzessin Ingrid Alexandra (l), Kronprinz Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit auf dem Weg zu einem Galadinner im Palast im Zusammenhang mit dem Staatsbesuch des isländischen Präsidentenpaares. Der Staatsbesuch soll die engen Beziehungen der beiden nordischen Länder unterstreichen. +++ dpa-Bildfunk +++

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Raus aus dem Rampenlicht, rein ins Unileben

Mit dem Umzug ans andere Ende der Welt nimmt die Prinzessin auch Abstand vom royalen Alltag in Norwegen – und womöglich auch von den Turbulenzen, die ihr familiäres Umfeld in den vergangenen Monaten überschattet haben. Vor allem der Halbbruder der Prinzessin, Marius Borg Høiby, hatte 2024 mit einer Reihe von Skandalen und Anschuldigungen für Negativschlagzeilen gesorgt. Für Ingrid Alexandra dürfte das Leben in Australien die Gelegenheit sein, sich fernab des öffentlichen Drucks ein Stück Privatsphäre und Normalität zurückzuholen.

Neustart nach dem Militärdienst

Erst im April beendete die Prinzessin ihren Militärdienst beim norwegischen Pionierbataillon – nachdem sie ihre Ausbildung Anfang des Jahres freiwillig verlängert hatte. Mit dem Studienbeginn markiert sie nun den nächsten Schritt auf ihrem Weg in die Zukunft – ganz ohne royalen Titel auf der Stirn, sondern als junge Frau mit ehrgeizigen Zielen.

Ob und wie sich ihr Auslandsaufenthalt langfristig auf ihre Rolle innerhalb des norwegischen Königshauses auswirken wird, bleibt abzuwarten. Fest steht: Ingrid Alexandra geht ihren eigenen Weg – und der führt sie erstmal weit weg von Schloss Skaugum.