Das Corona-Kabinett hat am Montag die Einführung eines digitalen Impfpasses beschlossen. Das berichten mehrere Medien, darunter die Bild. Der Impfpass ist demnach zur Nutzung auf dem Smartphone gedacht und soll Teil der elektronischen Patientenakte werden. Der Start des digitalen Impfpasses ist den Berichten zufolge für Januar 2022 gedacht.

Das sagt der Ulmer Virologe Thomas Mertens zum digitalen Impfpass

Die Bild berichtet weiterhin, dass bereits Geimpfte mit dem Pass Einlass bei Konzerten oder in Restaurants bekommen könnten. Das hält auch der Chef der Ständigen Impfkommission des Bundes, Thomas Mertens, für möglich. Der Ulmer Virologe äußerte sich in der Sendung SWR Aktuell zur Einführung des digitalen Impfpasses.
Dort sagte er, dass die Veranstalter von Kultur- und Sportevents das Recht haben, bestimmte Einlasskriterien zu definieren. Das sei "in unserem Rechtssystem möglich, so habe ich auch alle Juristen verstanden". Der digitale Pass diene auch dem Schutz aller, die zum Beispiel in einem Flugzeug sitzen oder eine Veranstaltung besuchen, sagte Mertens weiter.
Der digitale Impfnachweis wird eingeführt, davon ist Professor Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) überzeugt. Der Virologe kommt aus Ulm.
Der digitale Impfnachweis wird eingeführt, davon ist Professor Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) überzeugt. Der Virologe kommt aus Ulm.
© Foto: Lars Schwerdtfeger

Mertens: Erst müssen alle Menschen ein Impfangebot bekommen

Mertens glaubt, dass dem digitalen Impfpass letztlich keine deutsche Entscheidung zugrunde liegen wird, „weil das international gemacht werde“. Der Virologe betont allerdings: Voraussetzung für den Impfpass müsse sein, dass zuvor alle Menschen ein Impfangebot bekommen haben.