Ikea Katalog: Nach 70 Jahren ist Schluss - Warum der Ikea-Katalog eingestellt wird

Nach 70 Jahren ist Schluss: Der Ikea-Katalog wird eingestellt
Ikea-Presse- Katalog wird nach 70 Jahren eingestellt
- Onlinehandel bei Ikea weltweit um 45 Prozent gewachsen
- Mehr als vier Milliarden Besucher auf Ikea-Webseite
- Unternehmen entwickelt eigene Apps
- Ikea-Erben die reichste Familie in der Schweiz
Das veränderte Konsum- und Medienverhalten macht auch vor dem größten Möbelhaus nicht halt. Der Ikea- Katalog hat sich in den vergangenen 70 Jahren zu einem echten Klassiker und einem wichtigen Erfolgsfaktor für das Unternehmen entwickelt. Denn er erreicht viele Menschen auf der ganzen Welt und inspiriert seit jeher mit erschwinglichen Einrichtungslösungen sowie Tipps und Ideen für ein besseres Zuhause. Allerdings ist Ikea in der Zwischenzeit digitaler geworden und hat neue Wege gefunden, um die Menschen zu erreichen. Das Kundenverhalten und der Medienkonsum haben sich gewandelt und der Ikea-Katalog wurde immer weniger genutzt. Aus diesem Grund hat die weltweite Ikea Franchisegeberin Inter Ikea Systems B.V. die Entscheidung getroffen, die erfolgreiche Karriere des Katalogs zu beenden und ein neues Kapitel aufzuschlagen., heißt es in einer Pressemitteilung.
Neue Formate und Verbreitungswege
In den vergangenen Jahren hat Ikeaneue Formate und Verbreitungswege für die Inhalte des Katalogs getestet. Durch die Rückmeldungen der Kunden und den Einzelhandelsmärkten hat sich gezeigt, dass die Menschen die Umsetzung ihrer Wünsche und ihres Einrichtungsbedarfs zunehmend von zu Hause aus planen. Auch wenn es an der Zeit ist, sich vom gedruckten Katalog zu verabschieden, wird damit nicht nur ein wichtiges Kapitel abgeschlossen sondern gleichzeitig intensiv mit der Weiterentwicklung der künftigen Kundenkommunikation beschäftigt.
5 Fakten über den Ikea-Katalog:
- 1951: Ingvar Kamprad höchstpersönlich stellte den ersten Ikea- Katalog zusammen. Das Covermodell: der gepolsterte MK Schaukelstuhl in Braun. 285.000 Exemplare mit je 68 Seiten wurden gedruckt und in Südschweden verteilt. In schwedischer Sprache.
- 1998: Der erste Ikea-Katalog ist im Internet verfügbar – eine Sonderausgabe nur für Geschäfts- und Büroeinrichtung. Das ursprüngliche Ziel war, in diesem Jahr den gesamten Katalog online zu bringen, doch dieser Start musste aufgrund der Komplexität der IT-Systeme verschoben werden.
- 2000: Gleichzeitiger Start einer Print- und einer digitalen Ausgabe des Ikea- Katalogs.
- 2001: Ikea startet mit E-Commerce in Schweden und Dänemark.
- 2016: Im auflagenstärksten Jahr wurden 200 Millionen Exemplare des Katalogs in 69 verschiedenen Versionen und 32 Sprachen in über 50 Ländern vertrieben.
Reichste Familie in der Schweiz
Die Erben des schwedischen Ikea-Möbelkonzerns bleiben die reichsten Bewohner der Schweiz. Das geht aus der jährlichen Reichenliste hervor, die die Zeitschrift „Bilanz“ am Freitag veröffentlicht hat. Der reichste Deutsche in der Schweiz stammt aus Hamburg. Mathias, Jonas und Peter Kamprad, die Söhne des 2018 verstorbenen Ikea-Gründers Ingvar Kamprad, führen die Liste mit zusammen etwa 55 Milliarden Franken (knapp 50,9 Mrd Euro) an. Es folgen die Erben des Pharmakonzerns Roche, die Familien Hoffmann und Oeri mit etwa 29 Milliarden Franken und der Franzosen Gérard Wertheimer, Miteigentümer des Modelabels Chanel, mit etwa 25 Milliarden Franken.
Als reichster Deutscher in der Schweiz gilt Klaus-Michael Kühne, Mehrheitsaktionär des Logistikdienstleisters Kühne + Nagel. Er soll beim Vermögen in diesem Jahr zwei Milliarden Franken zugelegt haben und wird jetzt auf 12,5 Milliarden Franken geschätzt.
Die 300 reichsten Einwohner sind in diesem Jahr noch reicher geworden: 707 Milliarden Franken hatten sie zusammen an Vermögenswerten, fünf Milliarden Franken mehr als im Jahr davor. Der Zuwachs fiel aber geringer aus als in den vergangenen zehn Jahren.
