In weiten Teilen Italiens dürften viele Touristen am Sonntag ins Schwitzen gekommen sein. Örtlich wurden Spitzenwerte von knapp unter 40 Grad erwartet, wie etwa um Palermo auf Sizilien oder Cagliari auf Sardinien. Diese Hitzewelle hat nicht nur auf den Körper Auswirkungen, sondern macht sich auch bei den Preisen für Eis bemerkbar. Wie das zusammenhängt und welches Wetter an den nächsten Tagen erwartet wird, gibt es hier nachzulesen.

Hitze in Italien: Preis für Eis gestiegen

Wegen der anhaltenden Hitze wird in Italien derzeit laut Landwirtschaftsverband Coldiretti mehr Eis gegessen - allerdings sind die Preise dafür zuletzt deutlich gestiegen. Im Mai sei Eis im Hörnchen oder Becher gegenüber demselben Vorjahreszeitraum etwa elf Prozent teurer gewesen, teilte die Vereinigung unter Berufung auf Daten des Statistikamtes am Sonntag, 5.6.22, mit.
Die Coldiretti-Experten führten den Anstieg darauf zurück, dass die rund 39.000 Eisdielen in Italien mehr für Energie, Milch, Zucker und Eier ausgaben, was auch am russischen Angriffskrieges in der Ukraine liege. 2021 wuchs der italienische Eis-Markt laut Coldiretti um 19,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verband hofft, dass sich der Trend mit den wiederkehrenden Touristen nach den schwierigen Corona-Saisons in diesem Jahr fortsetzt.

Hitzewelle in Italien: Warnung vom Gesundheitsministerium wegen Wetter

Das Gesundheitsministerium gab für fünf Städte, darunter Rom und Perugia, eine Hitzewarnung aus - was bedeutet, dass dort auch für gesunde Menschen negative körperliche Auswirkungen drohen können. Die Experten rieten, verkehrsreiche Orte zu meiden und sich nur am Vormittag und Abend draußen aufzuhalten.

Wie wird das Wetter in Italien in den nächsten Tagen?

Klimatabellen geben für das Wetter in Italien im Juni durchschnittliche Höchstwerte von 26 Grad an. In den kommenden Tagen dürfte diese Temperatur aber vielerorts deutlich höher ausfallen. Am Dienstag, 7.6.2022, soll es etwa in Rom 33 Grad geben, ebenso in Teilen von Sardinien und Sizilien. Auch am Mittwoch ist vielerorts, unter anderem in der Hauptstadt und auf den beiden größten Inseln, weiterhin mit Höchsttemperaturen von mehr als 30 Grad zu rechnen.