Die Preise für Öl und Gas steigen angesichts des Ukraine-Kriegs und den reduzierten Gaslieferungen aus Russland. Viele Menschen denken daher aktuell über Alternativen zu den herkömmlichen Energiequellen nach. Eine Möglichkeit könnte hier Solarenergie sein. Diese Option macht Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nur unabhängiger in der Energieerzeugung, sondern gilt auch noch als umweltfreundlicher. Ist das Heizen mit Photovoltaik eine geeignete Alternative zu Öl oder Gas? In diesem Artikel beantworten wir alle Fragen.
  • Welche Möglichkeiten gibt es für das Heizen mit Photovoltaik?
  • Gibt es für das Heizen mit Photovoltaik eine Förderung?
  • Wie viel kostet das Installieren einer Photovoltaikanlage?

Heizen mit Solarstrom: Diese Möglichkeiten gibt es

Es gibt verschiedene Wege, mit Sonnenenergie zu heizen. Die gängigen Möglichkeiten zum Heizen mit Photovoltaik sind:
  • Elektroheizung
  • Wärmepumpe
  • Heizstab

Elektroheizung

Das Heizen mit Strom über eine Elektroheizung gilt grundsätzlich als teuer und umweltschädlich. Was passiert allerdings, wenn man hier nicht von Strom aus dem öffentlichen Stromnetz ausgeht, sondern von Solarstrom? Es gibt verschiedene Arten von Elektroheizungen. Die Funktionsmethode vieler Elektroheizungen, die Raumluft durch Abgabe warmer Luft zu erwärmen, gilt bis heute weder als energetisch noch wirtschaftlich sinnvoll. Infrarotheizungen sind hier besser geeignet, denn diese erwärmen nicht die Luft, sondern den Körper. Sie können keine herkömmliche Flächenheizung, wie beispielsweise eine Fußbodenheizung ersetzen, sondern eigenen sich meist für das kurzfristige Wärmen, beispielsweise beim Ankleiden im Bad oder für das Beheizen von Spiegeln. Werden Infrarotheizungen mit Solarstrom betrieben, schaden sie der Umwelt nicht im Betrieb. Allerdings verbrauchen Elektroheizungen häufig eine große Menge Strom und es ist ein richtig dimensionierter Stromakku notwendig, um eine ausreichende Wärmeversorgung sicherzustellen.

Wärmepumpe

Gerade, in Kombination mit Solarenergie lohnt sich das Heizen mit einer Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe funktioniert im Grunde wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Während der Kühlschrank seinem Innenraum die Wärme entzieht und sie nach außen abgibt, entzieht die Wärmepumpe dagegen dem Außenbereich die Wärme und gibt sie als Heizenergie an das Haus ab. Dazu wird Strom benötigt, der im Idealfall über eine Photovoltaikanlage produziert wird. Befinden sich Wärmequelle und Stromquelle auf dem eigenen Grundstück kann hier also auch von tatsächlicher Unabhängigkeit in der Energiegewinnung gesprochen werden.

Heizstab

Heizstäbe funktionieren im Prinzip wie Tauchsieder. Sie stellen eine einfache Möglichkeit dar, Heizwasser in einem Pufferspeicher vorzubereiten. Pufferspeicher halten das Heizwasser auf Temperatur. Dazu benötigen sie einen Wärmeerzeuger wie einen elektrischen Heizstab.

Kosten: Gibt es für das Heizen mit Photovoltaik eine Förderung?

Je nach Größe können die Anschaffungskosten für eine PV-Anlage zwischen 8.000 und 12.000 Euro bei einem Einfamilienhaus liegen. Allerdings wird Photovoltaik in Deutschland über unterschiedliche Wege gefördert. Welche Möglichkeiten gibt es, sich bei der Errichtung einer Solar-Anlage unterstützen zu lassen?
  • Den Bundesländern steht es frei, eigene Förderprogramme aufzulegen. Die meisten Bundesländer (Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) förderten bisher überwiegend die Anschaffung von Batteriespeichern. Diese Programme sind aber überwiegend ausgelaufen. Dafür gibt es aber auch Programme auf kommunaler Ebene – mehrere Großstädte fördern den Bau von PV-Anlagen. Hier kann es sich also lohnen, die Möglichkeiten im eigenen Wohnort zu prüfen.
  • Die staatliche KfW-Bankengruppe vergibt im Rahmen ihres Programms „Erneuerbare Energien – Standard“ (Nr. 270) langfristige und zinsgünstige Darlehen. Stand Oktober 2022 werden Kredite ab einem effektiven Jahreszinssatz von 3,95 Prozent angeboten. Das Programm richtet sich an Privatpersonen und an Unternehmen jeder Größe.
  • Wer beim Bau oder dem Ersterwerb eines Effizienzhauses oder bei der Sanierung eines bestehenden Hauses zu einem Effizienzhaus eine Photovoltaik-Anlage einbaut, kann – nach einem zwischenzeitlichen Stopp – nun auch wieder von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) profitieren. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass dafür keine Förderung beziehungsweise Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in Anspruch genommen werden.

Energiesparen leicht gemacht - Wichtige Tipps oder Fragen zum Thema

Weitere Infos und wichtige Tipps zum Thema Energiesparen finden Sie unter swp.de/energiesparen. Haben Sie Fragen rund um das Thema, dann schreiben Sie uns gerne an energiesparen@swp.de.