Krieg, Klimawandel, Energiekrise – neben allen negativen Nachrichten ist es manchmal schwer zu sehen, was Gutes auf der Welt passiert. Einen kleinen Lichtblick bieten die guten Nachrichten in der Woche vom 16. bis 22. Januar 2023. Vom Impfstoff für Bienen bis zu Laserstrahlen, die vor Blitzen schützen.

Artenvielfalt: Erstmals Impfstoff für Bienen in den USA zugelassen

Erstmals ist in den USA ein Impfstoff für Bienen zugelassen worden. Das Präparat solle Honigbienen gegen die weltweit auftretende bakterielle Krankheit Amerikanische Faulbrut (AFB) schützen, die die Brut der Bienen befallen und töten kann, teilte der Hersteller Dalan Animal Health mit. Dem Hersteller zufolge handelt es sich um den weltweit ersten zugelassenen Impfstoff für Bienen. Verabreicht wird nicht per Spritze, sondern im Futtersaft für die Tiere.
Das US-Landwirtschaftsministerium bestätigte die Zulassung. Es handele sich dabei auch um die erste für ein Insekt in den USA. „Wir hoffen, dass die Verfügbarkeit dieses Produkts bei der Vorbeugung und/oder der Behandlung der Krankheit Amerikanische Faulbrut bei Honigbienen hilft, angesichts von deren zentraler Rolle bei der amerikanischen Landwirtschaft in Hinblick auf Bestäubung“, hieß es von dem Ministerium.
Nicht per Piks, sondern im Futter wird der Impfstoff für Bienen verabreicht.
Nicht per Piks, sondern im Futter wird der Impfstoff für Bienen verabreicht.
© Foto: Frank Rumpenhorst/DPA

Bundestag gedenkt erstmals queeres Opfer der Nazis

Erstmals erinnert der Bundestag in seiner Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus an die Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden. Eine späte Genugtuung für die Community, auch wenn es keine Überlebenden mehr gibt.
„Diese Menschen mussten sehr lange um Anerkennung des erlittenen Unrechts kämpfen“, sagt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD). Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beziehungsweise geschlechtlichen Identität im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Viele Opfer hätten noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg Unrecht erfahren, ergänzt Bas.
Homophobie und Queerfeindlichkeit gehören nicht der Vergangenheit an“, sagt Bundestagspräsidentin Bas. Das Gedenken beinhalte darum auch eine Verpflichtung - nämlich für die Rechte, die Akzeptanz und die Sicherheit queerer Menschen zu kämpfen.

Corona: Seit einem Monat kein Covid-Toter in Ulm mehr

Aufatmen in Ulm und der Region. Seit einem Monat ist niemand mehr an oder mit Corona gestorben. Insgesamt sind in der Pandemie seit März 2020 in der Region 762 Menschen, die an Covid-19 erkrankt waren, gestorben. Nun sind schwere Verläufe seltener geworden.

Neue Methode zum Schutz vor Blitzen: Wissenschaftler setzen auf Laserstrahl

Wissenschaftler haben erstmals mit einem Laserstrahl Blitze gelenkt. "Wir wollten zeigen, dass der Laser einen Einfluss auf den Blitz haben kann – und dass es einfach ist, ihn zu lenken", sagte Aurélien Houard, Physiker an der Pariser Hochschule für Ingenieure (Ensta). Die Forscher hoffen, dass die Technik zum Schutz vor tödlichen Blitzen eingesetzt werden kann.
Weltweit schlagen 40 bis 120 Mal pro Sekunde Blitze ein. Blitze töten jährlich mehr als 4000 Menschen und verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Den besten Schutz bietet immer noch der einfache Blitzableiter, den der US-Universalgelehrte Benjamin Franklin 1749 entwickelt hatte. Ein Team von Wissenschaftlern aus sechs Forschungseinrichtungen arbeitet seit Jahren daran, die gleiche Idee zu nutzen, aber den einfachen Metallstab durch einen Laserstrahl zu ersetzen.
Der Laser auf dem Schweizer Berg Säntis in Aktion. Ein Laser kann bei einem Gewitter Blitzentladungen zu einem Blitzableiter führen.
Der Laser auf dem Schweizer Berg Säntis in Aktion. Ein Laser kann bei einem Gewitter Blitzentladungen zu einem Blitzableiter führen.
© Foto: Martin Stollberg/DPA