Wer am heutigen Freitag, 12.02.2021, Google öffnet, den erwartet ein außergewöhnlich animiertes Doodle. Damit läutet Google das neue Mondjahr 2021 ein, welches auch als chinesisches Neujahr oder Frühlingsfest bezeichnet wird.
Google widmet nur besonderen Anlässen und Festen ein eigenes Doodle, daher blicken wir näher auf das Ereignis, das zudem ein virtuelles Feuerwerk in der Suchmaschine auslöst.

Mond-Neujahr 2021: Alle Infos zum Google Doodle

Die Chinesen folgen dem Mondkalender. Neujahr findet dieses Jahr demzufolge nicht am 1. Januar, sondern am 12. Februar statt. In diesem Jahr markiert das neue Mondjahr den offiziellen Übergang vom Jahr der Ratte zum Jahr des Büffels. Der Büffel ist das zweite Tier des chinesischen Tierkreises und symbolisiert harte Arbeit und fruchtbare Ernte.
Das heutige Doodle wird im asiatischen Raum, aber auch in Nordamerika, Australien und einigen europäischen Ländern angezeigt wie eben bei uns in Deutschland. Das Doodle ist hierzulande in den Farben Rot, Orange, Gelb und Braun gehalten. Der Google-Schriftzug ist im Doodle etwas versteckt in Laternen integriert. Davor stehen ein Büffel und zwei landestypische Tiere.
Google feiert weltweit das Mond-Neujahr 2021 mit einem Doodle.
Google feiert weltweit das Mond-Neujahr 2021 mit einem Doodle.
© Foto: Google
Wie im Google Doodle dargestellt, wird das Neujahrsfest oft mit lebhaften Löwentänzen gefeiert. Der Löwe steht hierbei für Macht und Weisheit. Der Tanz wird im asiatischen Raum während zahlreicheicher kultureller und religiöser Feste aufgeführt.
Am Neujahrsfest wird dann nach chinesischer Tradition mit der Familie das zurückliegende Jahr voller schwerer Arbeit gefeiert. Zudem wünscht man sich für das kommende Mondjahr Erfolg und Wohlstand.

Google-Suche „Mond-Neujahr 2021“ löst Feuerwerk aus

Google widmet dem Mond-Neujahr 2021 mehr als nur ein eigenes Doodle. Gibt man den Suchbegriff „Mond-Neujahr“ ein, so wird ein virtuelles Feuerwerk ausgelöst. Feuerwerke gehören zum festen Bestandteil während der Feierlichkeiten anlässlich des chinesischen Neujahrs.
Auf Google erscheint ein virtuelles Feuerwerk bei der Suche nach dem Begriff "Mond-Neujahr".
Auf Google erscheint ein virtuelles Feuerwerk bei der Suche nach dem Begriff „Mond-Neujahr“.
© Foto: Google

Chinesisches Neujahr: Mythen, Sagen, Traditionen

Früher rankten sich um das chinesische Neujahr viele Sagen und Mythen. So erzählte man sich in alten Zeiten, dass ein böses Monster mit scharfen Zähnen und Hörnern, genannt Nian, zum Ende des Mondjahres Menschen und Vieh jagen würde. Aus diesem Grund sind die Menschen jedes Jahr in die Berge geflüchtet, um dem Angriff der Nians zu entkommen. Ein alter Mann sollte jedoch ein Mittel kennen, das die Monster verjagen würde. Er erzählte den Menschen, dass die Nians vor der Farbe rot Angst hätten. Zudem fürchteten sich die Ungeheuer vor lauten Geräuschen und anderen Kreaturen.
So entstand zu Neujahr die chinesische Tradition des Schmückens der Häuser mit roten Dekorationen. Zudem sind die Straßen dann mit Musik, Trommeln und Feuerwerken erfüllt.
105. Geburtstag von Fredy Hirsch Wer war der Mann aus dem Google Doodle?

Ulm

So feiert China das neue Jahr des Büffels bzw. Jahr des Ochsen

Das Mond-Neujahr 2021 wurde in China von Vorsichtsmaßnahmen überschattet, die eine neue Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen. Es ist schon das zweite Neujahrsfest, das das Virus den Chinesen vermasselt. Auf das turbulente Corona-Jahr der Ratte folgt jetzt das neue Jahr des Rindes beziehungsweise Ochsen oder Büffels. Wahrsager sagen voraus, dass es harmonisch und friedlicher ablaufen soll.
Mit dem Neujahrsfest beginnt das Jahr des Ochsen im chinesischen Kalender.
Mit dem Neujahrsfest beginnt das Jahr des Ochsen im chinesischen Kalender.
© Foto: Kin Cheung/AP/dpa
Nach mehreren lokal begrenzten Sars-CoV-2-Ausbrüchen hatten die Behörden das Milliardenvolk aufgefordert, in diesem Jahr nicht wie üblich zum wichtigsten chinesischen Familienfest in ihre Heimatdörfer zu reisen. Da jeder fünfte Chinese nicht dort arbeitet, wo seine Familie herkommt, erlebt China sonst zu Neujahr die größte jährliche Völkerwanderung der Welt. In diesem Jahr dürfte die Zahl der Reisen um 60 Prozent zurückgehen, erwartet das Verkehrsministerium.
Mit strikten Anweisungen der Behörden und Arbeitgeber, aber auch mit Anreizen wie Geldgeschenken wurden viele Millionen dazu gebracht, nicht zu reisen. Einige lokale Stellen drohten möglichen Heimkehrern auch schlicht mit zweiwöchiger Zwangsquarantäne, so dass diese ihre Lieben zum Fest auch nicht sehen könnten und den größten Teil der Neujahrsferien in Isolation verbringen müssten.