Gewalttat an Schloss Neuschwanstein
: Angeklagter gesteht tödlichen Angriff an Touristinnen

Am Montag ist der Prozess um einen tödlichen Angriff eines US-Amerikaners am Schloss Neuschwanstein gestartet. Der Angeklagte räumte die Tat ein.
Von
Amelie Schröer
Kempten
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Am ersten Verhandlungstag gesteht der angeklagte US-Amerikaner für den Tod einer 21-Jährigen im vergangenen Jahr am Schloss Neuschwanstein verantwortlich zu sein.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mord, Vergewaltigung mit Todesfolge und versuchter Mord – seit Montagmorgen (19.02.) muss sich ein US-Amerikaner vor dem Landgericht in Kempten verantworten. Laut Anklage habe der 31-Jährige zwei Touristinnen aus den USA am 14. Juni 2023 bei einer Wanderung in der Nähe der Marienbrücke in Schwangau aus sexuellen Gründen brutal überfallen. Bei dem Angriff wurde die 21-Jährige getötet, ihre 22-jährige Begleiterin überlebte schwer verletzt.

Geständnis zum Prozessauftakt

Zum Prozessauftakt hat der Angeklagte nun ein umfassendes Geständnis abgelegt. Verteidiger Philip Müller verlas zu Beginn des Prozesses eine Erklärung, in der die Vorwürfe weitgehend eingeräumt werden. „Der Angeklagte hat die unfassbare Tat begangen“, heißt es darin. Der 31-Jährige bestätigte, dass die Erklärung richtig sei, beantworte aber keine weiteren Fragen.

Weiter heißt es in der Anklage, dass der US-Amerikaner die jüngere Frau stranguliert und vergewaltigt haben soll. Zudem soll er beide Opfer einen etwa 50 Meter tiefen Abhang hinuntergestoßen haben.

Das Urteil wird Mitte März erwartet, fünf weitere Verhandlungstage sind geplant.