Schloss Neuschwanstein: Gewalttat gegen zwei Frauen: US-Tourist wegen Mordes angeklagt
Neuigkeiten im Fall Neuschwanstein: Nach einem Angriff auf zwei Touristen vor etwa vier Monaten wurde jetzt Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Er wird wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).
Dem 31-jährigen US-Amerikaner werde demnach vorgeworfen, eine 21-Jährige vergewaltigt und sie sowie ihre 22-jährige Begleiterin einen Abhang hinuntergestoßen zu haben. Das soll auf der Brücke beim Schloss Neuschwanstein passiert sein, die ein beliebter Aussichtspunkt bei Touristen ist. Die 21-Jährige starb nach dem Angriff.
Angreifer habe aus sexuellen Gründen gehandelt
Die drei US-amerikanischen Touristen sollen sich den Ermittlungen zufolge zufällig getroffen haben. Aus sexueller Motivation soll der Mann die beiden Frauen angegriffen haben. „Der Angeschuldigte soll - so der Verdacht - die beiden Frauen dann bewusst von dem Wanderweg zu einem wenige Meter entfernt liegenden Aussichtspunktes gelotst haben“, zitiert die dpa die Staatsanwälte. Dort soll der Mann die jüngere Frau angegriffen haben, die 22-Jährige habe versucht, einzugreifen. Daraufhin soll der Mann sie 50 Meter in die Tiefe gestoßen haben. Die Anklage gehe davon aus, dass der Mann sich anschließend an der 21-Jährigen verging und sie strangulierte. Im Anschluss soll er sie ebenfalls den Abhang hinuntergeworfen haben. Beide Frauen wurden nach der Attacke aus der Schlucht geborgen, der jüngeren Frau konnten die Ärzte nicht mehr helfen.
Vergewaltigung und Körperverletzung: Weitere Vorwürfe gegen den Angreifer
Dem mutmaßlichen Täter wird auch Vergewaltigung mit Todesfolge, gefährliche Körperverletzung und der Besitz von Kinderpornografie vorgeworfen. Auf dem Handy und dem Computer des Mannes soll entsprechendes Material gefunden worden sein.
Der Fall wird nun vom Landgericht Kempten geprüft. Anschließend wird entschieden, ob der Fall öffentlich verhandelt wird.



