Gewalttat am Schloss Neuschwanstein: US-Tourist nach tödlichem Angriff ab Montag vor Gericht

Touristen stehen auf der Marienbrücke vor dem Schloss Neuschwanstein. Ganz in der Nähe hatte dort ein 31-jähriger US-Amerikaner im Juni 2023 vermutlich eine 21-jährige Touristin vergewaltigt und sie sowie ihre 22-jährige Begleiterin einen Abhang hinuntergestoßen. Die 21-Jährige starb.
Karl-Josef Hildenbrand/dpaDie Marienbrücke ist ein beliebter Aussichtspunkt mit Blick auf das Schloss Neuschwanstein. Ein idyllisches Bild. Unweit davon geschah im Juni 2023 Schreckliches, mutmaßlich ein Femizid. Die Gewaltverbrechen an zwei US-Touristinnen dominierten die Schlagzeilen.
Ein 31-Jähriger muss sich dafür ab dem 19. Februar vor dem Landgericht Kempten verantworten. Ihm werden Mord, Vergewaltigung mit Todesfolge, versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Besitz von Kinderpornos vorgeworfen. Wie ein Sprecher des Gerichts berichtete, sind für den Prozess insgesamt sechs Verhandlungstage festgelegt worden. Ein Urteil könnte demnach am 13. März verkündet werden.
US-Touristin starb bei Angriff nahe dem Schloss Neuschwanstein
Bei dem Beschuldigten handelt es sich ebenfalls um einen US-Amerikaner. Er soll im Juni 2023 im Bereich eines Wanderweges oberhalb des Schlosses zwei Frauen angegriffen haben. Bei dem Angriff nahe der Marienbrücke in Schwangau war eine 21-Jährige gestorben, ihre ein Jahr ältere Begleiterin wurde verletzt. Der Mann soll die jüngere Frau bis zur Bewusstlosigkeit stranguliert und vergewaltigt haben, zudem soll er beide Opfer einen etwa 50 Meter tiefen Abhang hinuntergestoßen haben.
Angreifer habe aus sexuellen Gründen gehandelt
Der Fall hatte im Juni international für großes Aufsehen gesorgt. Nach den Ermittlungen sollen die drei Urlauber aus den USA zufällig aufeinandergetroffen sein. Der Mann hatte die beiden Frauen nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft aus sexuellen Motiven angegriffen. Ein Rechtsanwalt des Angeklagten hatte nach der Anklageerhebung gegen seinen Mandanten erklärt, dass die Verteidigung vorerst keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben werde.
Mit Material von dpa und AFP.

