Gefährlich viel Schnee
: Zwei Lawinen-Tote in Österreich

Die Lawinengefahr in den österreichischen und Schweizer Alpen ist regional groß. Trotzdem wagen sich viele Sportler auf Touren außerhalb der Pisten. Das kann fatale Folgen haben.
Von
dpa
Hippach, Mauterndorf, Arosa
Jetzt in der App anhören
Lawinenabgang in Österreich: HANDOUT - 25.12.2024, Österreich, Mauterndorf: Miglieder der Bergrettung Lungau in Salzburg, Österreich sind an der Unglücksstelle im Einsatz. Ein Wintersportler ist am Weihnachtstag, 25. Dezember 2024 in Mauterndorf im Lungau von einer Lawine erfasst und getötet worden. Der einheimische Variantenfahrer war laut Bergrettung mittags im Gipfelbereich des Speierecks (2.411 Meter Seehöhe) in den Radstädter Tauern abseits der Pisten unterwegs, als er ein Schneebrett auslöste. Foto: Handout/BERGRETTUNG LUNGAU/APA/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit einer Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Die Lawinengefahr ist derzeit hoch. Hier sind Mitglieder der Bergrettung Lungau in Salzburg, Österreich sind an einer Unglücksstelle im Einsatz. Ein Wintersportler wurde am 25. Dezember in Mauterndorf im Lungau von einer Lawine erfasst und getötet.

Bergrettung Lungau/APA/dpa
  • Zwei Wintersportler starben in Österreich durch Lawinenunfälle.
  • Lawinenwarnstufe drei im betroffenen Gebiet, erhebliche Gefahr.
  • Schweizer Snowboarderin Sophie Hediger starb bei einem Lawinenunglück.
  • Hediger nahm 2022 an den Olympischen Winterspielen teil.
  • Swiss Ski trauert um Hediger, die bei einem Rennen im Dezember Platz neun erreichte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwei Wintersportler sind in Österreich durch eine Lawine ums Leben gekommen. Das Duo wurde laut Behörden unterhalb des Gipfels des Rosskopfs im Zillertal außerhalb der Pisten von den Schneemassen verschüttet und anschließend von den Einsatzkräften geborgen.

Nähere Details zum Unfallhergang und zur Identität der Verunglückten waren zunächst nicht bekannt. Im betroffenen Gebiet herrschte Lawinenwarnstufe drei auf der fünfteiligen Skala, damit war die Lawinengefahr „erheblich“. Kurz vor Weihnachten hatte es in Tirol geschneit, wodurch die Lawinengefahr teils gefährlich angestiegen war.

Auch andernorts ist die Lawinengefahr derzeit hoch. Erst am ersten Weihnachtsfeiertag kam bei Salzburg ein Wintersportler in einer Lawine ums Leben. Große Trauer löste auch der Tod der Sportlerin Sophie Hediger aus. Die Schweizer Snowboarderin war am Montag bei einem Lawinenunglück in Arosa ums Leben gekommen. Nach Informationen der Polizei Graubünden befuhr Hediger in Begleitung eines weiteren Schneesportlers die geschlossene Piste Black Diamond. „Sie verließen die geschlossene Piste und die Frau wurde in einem Abhang von einer Lawine erfasst. Ihr Begleiter benachrichtigte die Rettungskräfte und begab sich auf die Suche nach der Verschütteten“, schrieb die Polizei.

Swiss Ski trauert um Sophie Hediger

„Für die Swiss-Ski-Familie hat sich mit dem tragischen Tod von Sophie Hediger ein dunkler Schatten über die Weihnachtstage gelegt. Wir sind unermesslich traurig. Wir werden Sophie ein ehrendes Andenken bewahren“, äußerte Walter Reusser, CEO Sport bei Swiss-Ski.

Hediger hatte 2022 bei den Olympischen Winterspielen in Peking teilgenommen und konnte sich mit zwei Podestplätzen im vergangenen Winter im Weltcup etablieren. Bei ihrem letzten Rennen am 14. Dezember erreichte sie Platz neun. Ihrer großer Traum war es, bei der WM im März in Engadin eine Medaille zu gewinnen.