Nach einem langen Winter freut man sich über die ersten Sonnenstrahlen. Doch der Anblick des heimischen Gartens und Balkons ist nach der dunklen Jahreszeit oft alles andere als erquickend. Dabei reichen ein paar Tricks und kleine Handgriffe, damit Garten und Balkon fit für den Frühling sind. Worauf man achten muss und welche Pflanzen sich besonders eignen, verraten wir hier.

Welche Gartenarbeiten sind im Frühling zu tun?

Bevor man sich an das Einpflanzen von Blumen und Pflanzen macht, sollte man sich einen Moment die Zeit nehmen, um Balkon und Garten von den Spuren des Winters zu befreien. Das heißt: Laubreste und Moos entfernen, und den Boden für die neuen Pflanzen mit Hacke und Harke leicht auflockern. Aber Vorsicht: Dabei sollte nicht zu tief gegraben werden, da um diese Zeit oft schon die ersten Keimlinge in der Erde aufgehen.
Eine alte Gärtnerweisheit besagt zudem, dass der Frühling bereits im Herbst beginnt. Heißt: Am besten setzt man die Blumenzwiebeln schon im Herbst ein. Dann blühen die Blumen zwar etwas später, aber sind auch resistenter gegen den Frost. Wer soweit gedacht hat, muss eigentlich nur noch eins machen: Warten und Geduld zeigen.

Der richtige Standort für Margeriten, Schopflavendel und Co.

Für Frühlingsblumen eignen sich Standorte, die Schutz vor Wind, aber auch viel Sonne bieten. Steine und Mauern im Garten eignen sich hier oder auch geschütztere Ecken auf dem Balkon oder in einem Hochbeet. Auch in großen Töpfen fühlen sich Frühlingsblumen wohl. Neben Tulpen, Primeln und Narzissen scheinen sich besonders Margeriten und der Schopflavendel an Beliebheit zu freuen. Doch aufgepasst – bei diesen beiden Pflanzen sollte man sich noch ein wenig gedulden. Denn für die kälteren Aprilnächte sind sie eher ungeeignet. Erst wenn die Eisheiligen vorbei sind, Mitte Mai, können auch Margeriten und Schopflavendel bedenkenlos eingepflanzt werden.

Frost im Frühling: Nicht jede Blume mag das

Frost in der Nacht, Sonne und Regen am Tag – das Frühjahr kennt wahrlich alle Wetterlagen und der April 2022 hat davon allerhand zu bieten. Doch nicht jedes Pflänzchen ist für kalte Nächte zu haben. Neben Margeriten und dem Schopflavendel sind auch die klassischen Frühlingsblumen wie Osterglocken, Primeln und Tulpen besonders frostempfindlich. Nachts sollten diese Pflanzen daher noch abgedeckt werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, greift lieber auf robustere Frühjahrsblüher zurück, wie:
  • Stiefmütterchen
  • Hornveilchen
  • Traubenhyazinthe
  • Winterling
  • Lenzrose

Frost im Frühling: Dieses Gemüse hält Kälte aus

Das eigene Gemüse anbauen liegt im Trend. Doch wegen der kalten Nächte eignet sich auch hier nicht jede Sorte für den Anbau im April. Was ohne Probleme jetzt in die Erde kann, ist:
  • Feldsalat
  • Karotten
  • Kohlrabi
  • Mangold
  • Paprika
  • Radieschen
  • Spinat
  • Rote Bete
Kleiner Bonus nebenbei: Viele dieser Gemüsesorten sind auch noch bestens geeignet für Anfänger. Wer also schon immer mit dem Gedanken gespielt hat, Gemüse selbst anzubauen kann mit Spinat, Kohlrabi und Roter Bete in aller Regel nichts falsch machen.

Frühling 2022: So bringen Sie ihre Blumen zum Blühen

Frühlingsblumen richtig setzen ist kein Hexenwerk und doch gilt es ein paar Dinge zu beachten:
  • Die Blumenzwiebeln müssen so gesetzt werden, dass sie doppelt so tief im Boden liegen, wie sie hoch sind.
  • Die Spitze der Zwiebel sollte oben sein.
  • Und zwischen den einzelnen Zwiebeln sollte man Abstand lassen – ungefähr 5 cm reichen.
Damit es den Pflanzen auch länger gut geht, sollte man die richtige Erde verwenden. Hauptsächlich sollte darauf geachtet werden, dass die Erde frisch ist. Das erkennt man an der dunklen Färbung und der leichten Feuchte.

Tipps für den Balkon

Beim Bepflanzen des Balkons gilt vor allem erstmal eins: Putzen. Denn bevor man die Blütenpracht in die Balkonkästen setzt, sollte man diese gut reinigen. So verhindert man, dass mögliche Keime neue Pflanzen befallen. Auch Löcher sollte man im Blumenkasten haben, damit die neuen Pflanzen beim ersten Gießen nicht ertrinken und sich keine Staunässe bildet.
Dann muss man nur noch darauf achten, ob der Balkon viel Sonne oder eher Schatten ist. Je nachdem müssen dann die entsprechenden Pflanzen eingesetzt werden.
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