Friedensdemo in Köln: Demo am Rosenmontag für die Ukraine

Teilnehmer der Friedensdemo am Rosenmontag in Köln halten Plakate mit der Aufschrift „Stop Putin“. Mehrere Zehntausend Menschen haben für Frieden in der Ukraine demonstriert.
Oliver Berg/dpaKein Karnevalszug aber eine Friedensdemo: In Köln ist der Rosenmontag 2022 anders ausgefallen als ursprünglich geplant. Nachdem Russland die Ukraine überfallen und einen Krieg begonnen hat, haben die Veranstalter des Rosenmontagszugs kurzerhand umgekrempelt: Im Rahmen einer Friedensdemonstration fuhren die Persiflagewagen in Begleitung hunderttausender Demonstranten durch die Kölner Innenstadt. Wann, wo und mit wem — alle Infos hier.
Rosenmontag in Köln: 150.000 demonstrieren für Frieden in der Ukraine
Unter dem Titel „Mir sin alle nur Menschen“ (Wir sind alle nur Menschen) zogen heute, am Rosenmontag, mehr als 150.000 Menschen durch die Kölner Innenstadt. Sie demonstrierten für Frieden und Demokratie. „Es ist beeindruckend, wie viele Menschen in Köln auf der Straße sind“, sagte ein Polizeisprecher. In Reden solidarisierten sich Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn und Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sowohl mit der Ukraine als auch mit den Antikriegs–Demonstranten in Russland.
Kostümierte und Nichtkostümierte zogen gleichermaßen durch die Straßen. Viele trugen Transparente mit Aufschriften wie „Putin Go Home“. Vor dem Start des Marsches ließ das Festkomitee Kölner Karneval weiße Friedenstauben aufsteigen. Ursprünglich sollten die Persiflagewagen durch das Rhein–Energie–Stadion fahren und danach in der Stadt aufgestellt werden. Nun zogen sie, gefolgt von den Demonstranten, durch die Stadt. Der Zug wurde angeführt von einem Karnevalswagen, der eine von einer russischen Flagge aufgespießte Friedenstaube zeigte.
Rosenmontag in Köln: Friedensdemo statt Festumzug am 28.02.2022
Rosenmontagszug nein, Kostüme ja: Zur geplanten Friedensdemo des Kölner Karnevals für die Ukraine an Rosenmontag werden von der Polizei mehrere Zehntausend Teilnehmer erwartet. Das sagte ein Sprecher am Freitag nach einem Austausch mit dem Festkomitee Kölner Karneval. Die Karnevalisten planen einen Demozug quer durch die Stadt, der in weiten Teilen der Route des abgesagten Rosenmontagszuges ähnelt. Zudem sind Kostüme durchaus erwünscht. Andere Kennzeichen klassischer Rosenmontagszüge — etwa das Werfen von Süßigkeiten — soll es aber nicht geben.
Die wichtigsten Infos hier im Überblick:
- Wann: 10 Uhr am Rosenmontag (28.02.)
- Wo: Beginn am Chlodwigplatz, danach zieht die Demo an den politischen Persiflagewagen vorbei. Die Strecke wird über die Severinstraße, den Neumarkt, den Rudolfplatz und die Ringe in Richtung Mohrenstraße über eine Gesamtlänge von ca. 4,5 Kilometern führen.
- Corona–Regeln: Maskenpflicht und 3G
Friedensdemo in Köln: Kostüme gerne gesehen
„Wir freuen uns über jeden Teilnehmer, gerne im Kostüm, gerne bunt und laut“, teilte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, mit. Zugleich sagte er: „Aber wir machen eine Demonstration, keinen Rosenmontagszug, das sollte jeder Jeck berücksichtigen.“ Festwagen würden nicht mitgenommen. „Der Kölner Karneval kann mehr als feiern und schunkeln“, sagte Kuckelkorn.
Eigentlich hatte das Festkomitee ein Rosenmontagsfest im Kölner Stadion mit Umzug geplant. Wegen Corona war der klassische Umzug in der Stadt abgesagt worden. Unter dem Eindruck des russischen Angriffs auf die Ukraine wurde am Donnerstag auch dieses Fest gestrichen. Stattdessen soll es die Demo in der Innenstadt geben.
Geplant ist nach Angaben des Festkomitees zunächst eine kurze Kundgebung und dann ein Demonstrationszug auf rund 4,5 Kilometern Strecke. Sie soll an vielen der eigentlich für den Rosenmontagszug gezimmerten Persiflage–Wagen vorbeiführen. Auf den Wagen werden traditionell politische Ereignisse satirisch kommentiert. Einen Wagen wollen die Karnevalisten dem Demozug auch voranstellen — zum Thema Ukraine. Es gelten Maskenpflicht und die 3G–Regel.
Der diesjährige Straßenkarneval wird vom Krieg in der Ukraine überschattet. In Köln hatte es am Donnerstag dennoch die traditionelle Auftakt–Veranstaltung in der Innenstadt gegeben.
In unserem Liveticker könnt ihr euch über die neusten Ereignisse in der Ukraine informieren.
