Franz Beckenbauer
: Was ist zur Todesursache bekannt?

Franz Beckenbauer ist tot. Der Kaiser ist im Alter von 78 Jahren gestorben – was ist zur Todesursache bekannt?
Von
Philipp Staedele
München
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Franz Beckenbauer ist tot. Er ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Was ist zur Todesursache bekannt?

Andreas Gebert/dpa

Franz Beckenbauer ist tot. Die größte deutsche Fußball-Legende starb am Sonntag im Alter von 78 Jahren, wie seine Familie am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Nachricht von Beckenbauers Tod schockt nicht nur die Fußballwelt. Dass es dem Kaiser zuletzt immer schlechter ging, war bekannt. Doch was ist zur Todesursache von Beckenbauer bekannt?

Todesursache: Woran ist Franz Beckenbauer gestorben?

Zur Todesursache gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Informationen. „In tiefer Trauer teilen wir mit, dass mein Mann und unser Vater Franz Beckenbauer am gestrigen Sonntag im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen ist“, teilte die Familie mit. „Wir bitten, in Stille trauern zu können und von allen Fragen abzusehen.“

Dr. Hans-Müller Wohlfahrt spricht über die Erkrankung Beckenbauers

Im Bayern-1-Podcast „Blaue Couch“ spricht Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, neben vielen anderen Wegbegleitern von Beckenbauer. Der frühere Mannschaftsarzt des FC Bayern und der Nationalmannschaft erzählt dabei von der Krankheit Beckenbauers.

„Ich wusste, dass er krank ist. Ich hatte ihn bis vor einem Jahr betreut, dann ging es nicht mehr. Aber dass es dann doch so schnell geht, das tut dann weh.“

Weiter sagte Müller-Wohlfahrt: „Ich hab Anzeichen schon vor langer, langer Zeit gesehen. Immer noch in der Hoffnung, es wird schon nicht schlimm werden“.

Moderator Thorsten Otto fragte darauf hin nach: „Sie sprechen von Demenz, richtig?“

Müller-Wohlfahrt antwortete: „Jaaa, und Parkinson ist es. Da waren die ersten Anzeichen früh erkennbar, aber ich wollte es ja selbst nicht wahrhaben. Mein Franz Beckenbauer darf nicht krank werden. Das ist eine strahlende Persönlichkeit.“ Müller-Wohlfahrt ist anschließend hörbar berührt.

Dass der ehemalige Bayern sich nicht intensiver um Beckenbauer kümmern konnte, habe unter anderem die Distanz zwischen München und Salzburg verhindert: „Ich habe versucht, zu helfen“. Aber dann war die Fahrt zu weit von Salzburg hier her. Dann haben wir noch telefoniert. Und dann wünschte er keine Besucher mehr, das hat ihn angestrengt. Und das haben wir akzeptiert.“

Tod des Sohnes, Herzoperationen und Augeninfarkt

Beckenbauer hatte sich zuletzt aus der Öffentlichkeit weitgehend zurückgezogen. Der viel zu frühe Tod seines Sohnes Stefan mit 46 Jahren, gesundheitliche Probleme inklusive Herzoperationen, aber auch der mutmaßliche Bestechungsskandal um die WM 2006 hatten Beckenbauer in seinen letzten Jahren „schon sehr mitgenommen“, wie sein älterer Bruder Walter verriet. Zudem litt das Fußball-Idol Berichten zufolge an Parkinson.

In einer ARD-Doku, die just am Montagabend ausgestrahlt wird, deutete Walter bereits an, dass es gar nicht gut um Beckenbauer steht.

Vor einigen Jahren erlitt Beckenbauer zudem einen Augeninfarkt, was ihm die Sicht im rechten Auge raubte. Zudem war bekannt, dass es dem Kaiser immer gesundheitlich schlechter ging. 2022 sagte er aber in einem Interview mit der „Bunten“, dass er dem Leben noch eine Weile erhalten bleiben wollte.

(mit Material von sid)