Schon wieder wird Silvester ruhiger als sonst. Auch im Jahr 2021 ist vieles, was sonst traditionell zum Jahreswechsel dazugehört, nicht erlaubt. So gilt beispielsweise in Deutschland nach aktuellen Corona-Regeln ein Verkaufsverbot für Böller und Raketen.
Hintergrund des Verbots ist die aktuelle Belastung der Kliniken mit Covid-19-Fällen. Die Begründung lautet, es müssten Krankenhauskapazitäten geschont werden, weswegen Unfälle durch unsachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper vermieden werden sollten. Einige stellen sich die Frage, ob man Feuerwerk im Ausland kaufen darf. Beim Bund-Länder-Treffen wurde in Deutschland folgendes beschlossen:
  • Feuerwerk und Böller dürfen vor Silvester nicht verkauft werden.
  • Kommunen sollen auf „publikumsträchtigen“ Plätzen Böller und Feuerwerk verbieten.
  • Außerdem soll es Versammlungsverbote geben.

Feuerwerk an Silvester in Deutschland: Ist böllern auch verboten?

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern wie Raketen und Böllern ist zu Silvester 2021 verboten worden. Unfälle sollen vermieden und die Kliniken dadurch entlastet werden – denn diese sind mit den Covid-19-Patienten ausgelastet. Das Versammlungsverbot ist wegen hoher Inzidenzwerte beschlossen worden. Weitere Infektionen sollen vermieden werden.
Wer aber altes Feuerwerk zu Hause hat, darf zwar trotzdem schießen, aber nur für sich und nicht auf publikumsträchtigen Plätzen.
In Bayern sind das beispielsweise:
  • München: „Innerhalb des Mittleren Rings ist das Zünden von pyrotechnischen Gegenständen mit ausschließlicher Knallwirkung untersagt“, hieß es aus München auf Nachfrage.
  • In Nürnberg wird es Feuerwerksverbotszonen „auf und rund um die Kaiserburg, am Hauptmarkt und im Bereich um die Lorenzkirche“ geben, wie ein Sprecher mitteilte.
  • In Bamberg betrifft dies „Teile der Altstadt, die Altenburg sowie die ehemaligen Klosteranlage Michaelsberg“.
  • In Augsburg gelte „für den Bereich der Innenstadt zu Silvester das bereits bekannte Verbot, Feuerwerkskörper abzubrennen“.

Silvesterraketen und Böller in Österreich kaufen – ist das erlaubt?

Im vergangenen Jahr hieß es in Österreich: Zu Silvester sollten alle auf Feuerwerke verzichten. Dadurch könne medizinisches Personal entlastet und die Umwelt geschont werden. Für den Jahreswechsel gab es auch keine Ausnahmen bei den strengen Corona-Regeln. Verboten waren Böller und Raketen allerdings nicht. Auch jetzt sind die Coronazahlen in Österreich hoch und es gelten harte Maßnahmen. Österreich befand sich seit dem 22. November im Lockdown – bis vor kurzem. Für Ungeimpfte gelten bei ein und Ausreise ins Hochrisikogebiet immer noch Quarantäneregeln. Betriebsstätten des Handels dürfen nur mit gültigem 2-G-Nachweis betreten werden. Es gibt aktuell noch kein Verbot für den Verkauf von Feuerwerk in Österreich.
Doch für die Einreise nach Österreich nur um Feuerwerk zu holen, gibt es ab 20. Dezember hohe Hürden. Für die Einreise nach Österreich gilt nämlich 2G-Plus: Auch Geimpfte und Genesene brauchen einen PCR-Test, um ins Land zu kommen. Ausnahmen gibt es für Geboosterte und für Kinder.

Illegale Böller aus dem Nachbarland werden vom Zoll sichergestellt

Bei Kontrollen durch Beamte des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder) ist am vergangenen Wochenende wieder illegal eingeführte Pyrotechnik aus Polen sichergestellt worden. Unklar sei, ob sich Bürger nach dem Verbot des Verkaufs von Böllern und Feuerwerk zum Jahreswechsel in Deutschland nun vermehrt im Nachbarland eindecken wollten, sagte Astrid Pinz, Sprecherin des Hauptzollamtes Frankfurt (Oder), am Montag auf Anfrage. Das Verbot hatten Bund und Länder am vergangenen Donnerstag beschlossen.

Silvester 2021: Feuerwerk aus Österreich online bestellen und liefern lassen?

Supermärkte und sonstige Shops, die gewöhnlich Silvesterböller zum Verkauf anbieten, dürfen das im zweiten Jahr in Folge nicht. Im vergangenen Jahr, als es aufgrund der Corona-Pandemie das erste Verkaufsverbot gab, wurde auch der Online-Verkauf gestoppt. Laut Beschluss von Bund und Ländern ist es aktuell noch nicht verboten, ins Ausland zu fahren und dort Feuerwerkskörper zu kaufen. Auch online darf man aktuell Feuerwerk bestellen und sich zuschicken lassen. Allerdings wird davor gewarnt, dass gerade beim Online-Kauf die Möglichkeit besteht, dass man nicht für Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper erhält. Mehr Infos zur Online-Bestellung von Feuerwerk gibt es hier unter diesem Link.

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Umfrage: Zwei Drittel der Bürger unterstützen Böller-Verbot

Zwei Drittel der Bürger in Deutschland unterstützen das umfassende Verkaufsverbot für Böller zu Silvester. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur stellten sich 66 Prozent der Befragten hinter die Maßnahme, auf die sich Bund und Länder wegen der Corona-Pandemie verständigt haben. Nur 27 Prozent halten die Entscheidung für falsch. 7 Prozent machten keine Angaben.
Einer Umfrage der Universität der Bundeswehr unter 1166 Deutschen zufolge treffen die Beschränkungen zum Jahreswechsel junge Menschen am härtesten. Das zweite Jahr in Folge werde Silvester im Schatten von Corona stehen. Viele Dinge, die junge Leute am Jahreswechsel schätzten, könnten nicht stattfinden - darunter das Abbrennen von Feuerwerk und größere Feiern.
„Für junge Menschen hat Silvester einen besonderen Stellenwert. Sie nutzen Silvester, um das Jahr zu rekapitulieren, das Jahresende zu zelebrieren und sich Ziele fürs neue Jahr zu setzen“, sagte Professor Philipp Rauschnabel.
Unabhängig vom Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern sehen viele Menschen auch ohne Corona gute Gründe gegen ein eigenes Feuerwerk: Dazu gehören insbesondere der Schutz der Umwelt (62 Prozent), Schutz von Tieren (58 Prozent) sowie die hohen Kosten für Feuerwerkskörper (40 Prozent). Junge Menschen stünden mehr als ältere aufs Feuerwerk - zeigten sich aber auch aufgeschlossen für Alternativen - etwa Laser- oder Drohnenshows.

Absage von Feuerwerk: Jahres-Feinstaubbelastung kaum verändert

Der Ausfall des privaten Silvesterfeuerwerks wegen der Corona-Pandemie ist nach Einschätzung des Umweltbundesamtes für die mittelfristige Schadstoffbelastung in der Luft kein entscheidender Faktor. In der Silvesternacht sei allerdings mit deutlich weniger Feinstaub und besserer Luft zu rechnen als bei früheren Jahreswechseln, so das Umweltbundesamt.
Für die Umwelt insgesamt sei Silvesterfeuerwerk nicht zwingend ein großes Problem, sagte ein Sprecher. „Im Vergleich zur ganzjährigen Belastung ist das nicht so relevant.“ In den Stunden nach Mitternacht könne sehr viel Feinstaub in der Luft verteilt sein, später nehme die Belastung wieder ab. Wie schnell das gehe, hänge vom Wetter ab: Bei etwas Wind seien die Rückstände des Feuerwerks schnell verteilt und weggeweht.
Eine sogenannte Inversionswetterlage mit einer unbeweglichen Kaltluftschicht am Boden und ohne Wind könne aber zu stundenlangen Feinstaubbelastungen besonders in den Städten führen, sagte der Sprecher. Der einzelne Mensch könne sich dem aber gut entziehen, in dem er in der Silvesternacht weitgehend im Haus bleibe.
Das Umweltbundesamt fordere daher auch kein grundsätzliches Verbot von Silvesterfeuerwerk. Eine Einschränkung etwa auf große Feuerwerke auf zentralen Plätzen statt der vielen privaten Böllerei sei aber eine Möglichkeit, Feinstaub, Lärm und Müll durch Raketen und Knaller einzudämmen.

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