Felix Baumgartner
: Todesursache steht fest – Darum stürzte er ab

Extremsportler Felix Baumgartner stürzte im Juli 2025 an der Adriaküste tödlich mit dem Gleitschirm ab. Fast drei Monate danach ist die Ursache für das Unglück geklärt.
Von
Florian Huth
Fermo
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Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner ist bei einem Sprung mit dem Gleitschirm ums Leben gekommen.

Caroline Seidel-Dißmannel/dpa
  • Felix Baumgartner starb im Juli 2025 bei einem Gleitschirmabsturz an der italienischen Adriaküste.
  • Ursache laut Staatsanwaltschaft: menschliches Versagen, Schirm war technisch einwandfrei.
  • Baumgartner geriet in eine Sturzspirale, konnte den Schirm nicht rechtzeitig stabilisieren.
  • Rettungsschirm wurde kurz vor dem Aufprall aktiviert, Wiederbelebung blieb erfolglos.
  • Der Extremsportler wurde 2012 durch seinen Stratosphärensprung aus 39 Kilometern weltberühmt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Knapp drei Monate nach dem tödlichen Absturz des österreichischen Extremsportlers Felix Baumgartner an der italienischen Adriaküste steht nun die Ursache des Unglücks fest.

Darum stürzte Felix Baumgartner mit dem Gleitschirm ab

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Stadt Fermo ist der Absturz mit einem motorisierten Gleitschirm auf menschliches Versagen zurückzuführen. „Der Gleitschirm befand sich in einwandfreiem Zustand und wies keinerlei Mängel auf“, teilte Staatsanwalt Raffaelle Iannella auf dpa-Anfrage mit. Dies habe ein technisches Gutachten ergeben.

Schneller Höhenverlust nach Sturzspirale

Während des Fluges kam es zu einem plötzlichen Höhenverlust, nachdem der Schirm in eine Sturzspirale geraten war. Baumgartner konnte den Schirm nicht mehr aus der Drehbewegung herausmanövrieren. Der Rettungsschirm wurde erst wenige Augenblicke vor dem Aufprall am Boden aktiviert.

Wie starb Felix Baumgartner?

Baumgartner war am 17. Juli in der Nähe des Badeorts Porto Sant’Elpidio ums Leben gekommen. Dort war er mit seiner Lebensgefährtin im Urlaub. Er prallte gegen eine Holzhütte in einer Ferienanlage. Alle Versuche, ihn zu reanimieren, blieben ohne Erfolg. Es war zunächst vermutet worden, dass Baumgartner durch einen Schwächeanfall die Kontrolle über den Paraglider verloren hatte.

Einstellung des Verfahrens beantragt

Das technische Gutachten ergibt nach den Worten von Iannella zudem, dass Baumgartner während der Dauer der Sturzspirale nicht die „vorgesehene Technik zur Wiederherstellung einer stabilen Fluglage“ angewandt habe. Ein „konsequentes und kräftiges Ziehen“ an der rechten Steuerleine hätte geholfen. Dies führte letztlich zum Kontrollverlust über das Fluggerät. In den kommenden Tagen werde deswegen die Einstellung des Verfahrens beantragt, so Iannella.

Baumgartner wurde durch Stratosphärensprung berühmt

Im Jahr 2012 sorgte Baumgartne weltweit für Aufsehen, als er aus rund 39 Kilometern Höhe aus der Stratosphäre zur Erde sprang. Millionen Menschen verfolgten das spektakuläre Ereignis live im Fernsehen und im Internet, als er sich in die Tiefe stürzte und dabei eine Spitzengeschwindigkeit von über 1.300 Stundenkilometern erreichte.