Felix Baumgartner ist tot: Was zur Todesursache bekannt ist

Felix Baumgartner ist gestorben.
Caroline Seidel/dpaDie Sportwelt trauert um Felix Baumgartner. Der Extremsportler wurde nur 56 Jahre alt. Doch woran starb der Österreicher?
Was zur Todesursache von Felix Baumgartner bekannt ist
Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner ist am 17. Juli 2025 bei einem Unfall in Italien ums Leben gekommen. Beim motorisierten Paragliden verunglückte er im italienischen Küstenort Porto Sant’Elpidio an der Adria tödlich. Er fiel beim Absturz auf eine Hotelangestellte, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Pool einer Hotelanlage aufhielt. Diese wurde dabei verletzt.
Obduktion soll Tod von Baumgartner klären
Nach dem Tod von Felix Baumgartner beim Absturz mit seinem Gleitschirm soll eine Obduktion die Ursache klären. Zudem wird untersucht, ob das Sportgerät möglicherweise einen technischen Defekt hatte. Dies teilten die italienischen Behörden mit.
Eine genaue Todesursache ist bisher nicht bekannt. Die italienische Feuerwehr geht davon aus, dass der gebürtige Salzburger möglicherweise in der Luft einen Schwächeanfall erlitten hat und deshalb die Kontrolle über seinen motorisierten Paraglider verlor. Bestätigt ist dies jedoch nicht.
Bericht: Kamera könnte in Propeller geraten sein
Vermutet wird bislang vor allem, dass der 56-Jährige in der Luft einen Herzinfarkt oder einen Schwächeanfall erlitt und seinen Gleitschirm daraufhin nicht mehr kontrollieren konnte. Mittlerweile gibt es aber auch Spekulationen, dass der Absturz durch eine Kamera ausgelöst worden sein könnte, die Baumgartner installiert hatte, um von hinten zu filmen. Von seinen Flügen stellte er häufig Videos ins Internet.
Nach einem Bericht der Tageszeitung „Il Resto del Carlino“ prüfen die Ermittler nun, ob die an einem Seil befestigte Kamera durch ein schnelles Manöver oder Turbulenzen in den Propeller geraten sein könnte. Möglicherweise habe Baumgartner dann noch versucht, den Notschirm zu aktivieren, aber ohne Erfolg, hieß es. Ein technisches Gutachten soll die Frage klären. Der Zeitung zufolge wird diese These durch die Berichte von Augenzeugen gestützt, die den Gleitschirm steil nach unten fallen sahen.

Felix Baumgartner nach seinem Stratosphären-Sprung im Jahr 2012.
Ross Franklin/AP/dpaBaumgartner wurde durch Stratosphären-Sprung berühmt
Internationale Bekanntheit erlangte Baumgartner im Herbst 2012 durch seinen spektakulären Sprung aus der Stratosphäre. Damals sprang er aus über 36 Kilometern Höhe zur Erde und landete sicher in der Wüste von New Mexico, USA. Dabei stellte er mehrere Rekorde auf: darunter den höchsten Absprung, den längsten freien Fall sowie eine Spitzengeschwindigkeit von 1.357,6 Stundenkilometern.
Baumgartner sorgte immer wieder für Kontroversen
In den vergangenen Jahren pendelte Baumgartner zwischen der Schweiz und den USA. Er äußerte sich regelmäßig zu politischen Themen und verkehrte mit der rechtspopulistischen FPÖ in seinem Heimatland. In Onlinemedien mokierte er sich über den Kampf gegen den Klimawandel und äußerste sich ablehnend über die Grünen und die Rechte von LGBTQ.
2016 löste er empörte Reaktionen aus, als er den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban wegen seines einwanderungsfeindlichen Kurses für den Friedensnobelpreis vorschlug.

