Erdbeben in Italien
: In der Nähe des Vesuv wackelt die Erde

In Süditalien hat am Montagabend in Italien die Erde gewackelt. Das Beben fand in einer ganz speziellen Region statt: der Vulkan Vesuv ist ganz in der Nähe...
Von
Daniel Steiger
Neapel
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In der Nähe des Vesuv bei Neapel gab es am Montag ein Erdbeben.

Alexandra Stahl/dpa

In der Nähe des Vulkans Vesuv in Süditalien gab es ein Erdbeben. Am Montagabend wackelt in der Region um die Großstadt Neapel die Erde. Erst Anfang März gab nahe des Vesuv ein Erdbeben. Wie ist aktuell die Lage vor Ort?

Erbeben in Neapel aktuell

Das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie bezifferte die Stärke des Bebens am Montag um 19.08 Uhr, das auch in mehreren Stadtteilen Neapels zu spüren war, am Abend auf 3,0. Über Verletzte oder größere Schäden wurde zunächst nichts bekannt. In den sozialen Netzwerken berichteten Anwohner von Erschütterungen über mehrere Minuten hinweg.

Nach Angaben des Forschungszentrums mit Sitz in Neapel lag das Epizentrum an den Hängen des Vulkans, in einem dicht besiedelten Gebiet nicht weit von der Stadt im Osten. Registriert wurde es demnach in einer Tiefe von 2,9 Kilometern. Der 1281 Meter hohe Vesuv ist der Hausberg der Stadt mit mehr als 900.000 Einwohnern. Er dominiert auch den Golf von Neapel. Am Samstagabend war bereits ein kleineres Beben der Stärke 1,4 registriert worden.

Der bislang letzte Ausbruch des Vulkans liegt fast auf den Tag genau 80 Jahre zurück: Er begann am 18. März 1944 und dauerte zehn Tage. Trotz der Evakuierung von mehr als 10.000 Menschen gab es damals 26 Tote. Im Jahr 79 nach Christus hatten nach mehreren Ausbrüchen des Vesuvs Asche, Schlamm und Lava die antike Stadt Pompeji unter sich begraben. Die Anlage gehört heute zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Italiens.

Erdbeben in den „Brennenden Feldern“

Eigentlich gilt in der dicht besiedelten Region ein anderes Erdbebengebiet als gefährlich, die Campi Flegrei, wörtlich übersetzt: die Brennenden Felder — ein insgesamt 150 Quadratkilometer großes Areal, das sich sowohl an Land als im Meer erstreckt. Dort gab es am 3. März im Meer ein Erdbeben der Stärke 3,4.

(mit Material von dpa)