Erdbeben auf den Philippinen
: Reisewarnung für Cebu - was Reisende jetzt wissen müssen

Auf den Philippinen hat es in der Provinz Cebu ein schweres Erdbeben gegeben. Das Auswärtige Amt hat mit einer Teilreisewarnung reagiert.
Von
Nicole Züge
Berlin/Manila
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Patients wait for their turn to receive regular medical consultation outside the provincial hospital in Bogo City on October 1, 2025, after a powerful 6.9 magnitude earthquake that jolted the central Philippines. The death toll from a powerful earthquake in the central Philippines approached 60 on October 1, with injured patients overwhelming hospitals on the island of Cebu as workers carried dozens of body bags away in the chaotic aftermath. (Photo by Ted ALJIBE / AFP)

Ein starkes Erdbeben vor den Philippinen hat am Dienstag (30.9., 21.59 Uhr Ortszeit) zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Das Auswärtige Amt hat nun eine Teilreisewarnung ausgesprochen.

TED ALJIBE/AFP

Auf den Philippinen sind aufgrund eines schweren Erdbebens Tote, Verletzte und zahlreiche vermisste Menschen zu beklagen. Die Behörden sprechen von einer Katastrophe.

Für die betroffene Region hat das Auswärtige Amt am 1. Oktober 2025 zur Mittagszeit eine Teilreisewarnung herausgegeben. Was Urlauber jetzt wissen müssen.

Erdbeben auf den Philippinen: Welche Regionen sind betroffen?

Das Erdbeben der Stärke 6,9 hatte die Philippinen am späten Dienstagabend (30.9.2025) vor den Küsten der Inseln Cebu und Leyte in geringer Tiefe von nur zehn Kilometern erschüttert. Sie liegen im Zentrum der Philippinen, mehr als 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.

Die wichtigsten Verkehrsflughäfen sowie der Fährverkehr sind zwar überwiegend unbeeinträchtigt, die Behörden in der Provinz Cebu haben den Katastrophenfall ausgerufen, damit Rettungskräfte zielgerichtet eingesetzt werden können. Mehr Informationen zu den besonders betroffenen Städten in der Region Cebu finden Sie hier.

Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes

Am Mittwoch (1. Oktober) reagierte das Auswärtige Amt (AA) auf die noch immer unübersichtliche Situation vor Ort mit einer Teilreisewarnung für die betroffenen Gebiete. Die Reisewarnung gilt für die Provinz Cebu.

Das AA rät bei in Kürze geplanten Reisen, sich vorab beim Reiseveranstalter (bei Pauschalreisen) bzw. bei der Fluglinie zu melden. Reisende vor Ort sollten nach Auskunft des AA mit weiteren Nachbeben rechnen und Gebäude erst dann betreten, wenn diese von den zuständigen Behörden freigegeben wurden.

Teilreisewarnung: Kann ich meinen Urlaub stornieren?

Wer eine Pauschalreise in die betroffenen Gebiete gebucht hat, die in Kürze ansteht, sollte sich mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Wer als Individualtourist reisen wird, muss sich mit allen Anbietern der Reisen, also Fluglinie, Unterkunft usw. eigenständig in Kontakt setzen. In beiden Fällen sollten Urlauberinnen und Urlauber den Urlaub nicht einfach stornieren, sondern erst Kontakt suchen und den Anbietern Gelegenheit zur Reaktion und Klärung geben.

Was ist eine Reisewarnung?

Reisewarnungen werden vom Auswärtigen Amt ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt, dann spricht man von einer Teilreisewarnung, wie jetzt im Falle der Philippinen. Deutsche, die in diesem Land/dieser Region leben, können gegebenenfalls zusätzlich zur Ausreise aufgefordert werden.

Erdbeben auf den Philippinen häufig

Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der den Pazifik von drei Seiten umgibt. Es ist die geologisch aktivste Zone der Erde, die häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird. Denn hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander - es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen.