Erdbeben auf den Philippinen: Reisewarnung für Cebu - was Reisende jetzt wissen müssen

Ein starkes Erdbeben vor den Philippinen hat am Dienstag (30.9., 21.59 Uhr Ortszeit) zahlreiche Menschen das Leben gekostet. Das Auswärtige Amt hat nun eine Teilreisewarnung ausgesprochen.
TED ALJIBE/AFPAuf den Philippinen sind aufgrund eines schweren Erdbebens Tote, Verletzte und zahlreiche vermisste Menschen zu beklagen. Die Behörden sprechen von einer Katastrophe.
Für die betroffene Region hat das Auswärtige Amt am 1. Oktober 2025 zur Mittagszeit eine Teilreisewarnung herausgegeben. Was Urlauber jetzt wissen müssen.
Erdbeben auf den Philippinen: Welche Regionen sind betroffen?
Das Erdbeben der Stärke 6,9 hatte die Philippinen am späten Dienstagabend (30.9.2025) vor den Küsten der Inseln Cebu und Leyte in geringer Tiefe von nur zehn Kilometern erschüttert. Sie liegen im Zentrum der Philippinen, mehr als 500 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila.
Die wichtigsten Verkehrsflughäfen sowie der Fährverkehr sind zwar überwiegend unbeeinträchtigt, die Behörden in der Provinz Cebu haben den Katastrophenfall ausgerufen, damit Rettungskräfte zielgerichtet eingesetzt werden können. Mehr Informationen zu den besonders betroffenen Städten in der Region Cebu finden Sie hier.
Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes
Am Mittwoch (1. Oktober) reagierte das Auswärtige Amt (AA) auf die noch immer unübersichtliche Situation vor Ort mit einer Teilreisewarnung für die betroffenen Gebiete. Die Reisewarnung gilt für die Provinz Cebu.
Das AA rät bei in Kürze geplanten Reisen, sich vorab beim Reiseveranstalter (bei Pauschalreisen) bzw. bei der Fluglinie zu melden. Reisende vor Ort sollten nach Auskunft des AA mit weiteren Nachbeben rechnen und Gebäude erst dann betreten, wenn diese von den zuständigen Behörden freigegeben wurden.
Teilreisewarnung: Kann ich meinen Urlaub stornieren?
Wer eine Pauschalreise in die betroffenen Gebiete gebucht hat, die in Kürze ansteht, sollte sich mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Wer als Individualtourist reisen wird, muss sich mit allen Anbietern der Reisen, also Fluglinie, Unterkunft usw. eigenständig in Kontakt setzen. In beiden Fällen sollten Urlauberinnen und Urlauber den Urlaub nicht einfach stornieren, sondern erst Kontakt suchen und den Anbietern Gelegenheit zur Reaktion und Klärung geben.
Was ist eine Reisewarnung?
Reisewarnungen werden vom Auswärtigen Amt ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht. Gegebenenfalls wird auch nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes gewarnt, dann spricht man von einer Teilreisewarnung, wie jetzt im Falle der Philippinen. Deutsche, die in diesem Land/dieser Region leben, können gegebenenfalls zusätzlich zur Ausreise aufgefordert werden.
Erdbeben auf den Philippinen häufig
Die Philippinen liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einem Vulkangürtel, der den Pazifik von drei Seiten umgibt. Es ist die geologisch aktivste Zone der Erde, die häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird. Denn hier treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander - es kommt zu tektonischen Verschiebungen und Verwerfungen.
