Entscheidung gefallen
: KiKA wird digital - TV-Programm verändert sich

Die Zukunft von KiKA ist entschieden – auf diese Veränderungen müssen sich die Zuschauer des Kinderkanals bald einstellen.
Von
Judith Müller
Erfurt
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KiKA geht den digitalen Weg: Das lineare TV-Programm wird schrittweise eingestellt, die Inhalte bleiben online abrufbar.

KiKA geht den digitalen Weg: Das lineare TV-Programm wird schrittweise eingestellt, die Inhalte bleiben online abrufbar.

picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zukunft von KiKA ist offiziell entschieden: Nachdem die letzten drei Bundesländer der großen Rundfunkreform zugestimmt haben, tritt diese ab dem 1. Dezember 2025 in Kraft. Besonders Spartensender wie KiKA sollen künftig verstärkt ins Internet verlagert werden, da das klassische Fernsehen im Alltag vieler Menschen an Bedeutung verliert.

KiKA verschwindet nicht – nur die lineare Ausstrahlung

Der Kinderkanal betont klar: Abschaffung? Fehlanzeige. Lediglich der lineare TV-Sender wird aus dem klassischen Programm verschwinden. Alle Inhalte bleiben weiterhin verfügbar – über App, Mediathek oder Webseite. Ein klassischer Sendebetrieb ist ebenfalls denkbar, etwa über einen Online-Livestream. Der vollständige Umstieg ins Digitale ist langfristig geplant und soll bis Anfang 2033 abgeschlossen sein.

logo! beruhigt Kinder und Eltern

Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Nachrichtensendung logo! vom ZDF Stellung genommen. Auf Instagram reagierte die Redaktion auf viele Nachfragen von Kindern und Eltern: „Nein, KiKA wird nicht abgeschafft!“ Hintergrund der Unsicherheit war die Diskussion um die Rundfunkreform von ARD und ZDF. Bis Ende des Jahrzehnts soll KiKA langfristig digital ausgerichtet werden, bis dahin bleibt der Sender wie gewohnt im Fernsehen verfügbar.

Letzte Bundesländer stimmen zu – Reform gesichert

Mit der Zustimmung der letzten drei Bundesländer ist der entscheidende Schritt gemacht: Nun haben alle Bundesländer die Reform abgesegnet. Der Start der Umsetzung ab Dezember 2025 markiert den Beginn der Übergangsphase, nicht das Ende des linearen Programms.

Emotionale Debatte um KiKA

Die Diskussion um die Zukunft des Senders zeigt, wie sehr KiKA Kinder, Jugendliche und Eltern prägt. Viele Nutzerinnen und Nutzer äußern Sorge, dass ein rein digitales Angebot nicht alle Familien erreicht oder Kinder wichtige Inhalte verpassen könnten. Besonders die Petition der 18-jährigen Hailie W. aus Schleswig-Holstein verstärkte die Debatte. Mit inzwischen rund 48.000 Unterschriften fordert sie, KiKA auch weiterhin im Fernsehen zu erhalten. Für viele Unterstützerinnen und Unterstützer steht der Sender für Kindheit, Geborgenheit und verlässliche Bildung, weit über Unterhaltung hinaus.

KiKA verändert sich – bleibt aber bestehen

KiKA verschwindet nicht – er geht den digitalen Weg. Das klassische Fernsehen wird ab 2025 Schritt für Schritt reduziert, während die Online-Präsenz wächst. Für Kinder bleibt der Sender sicher und erreichbar, und die nächsten Jahre bieten Zeit, das neue digitale Angebot behutsam aufzubauen.