Drogenschmuggel auf A7
: Rund 30 Kilo Kokain bei Autokontrollen im Allgäu beschlagnahmt

Die A7 in Richtung Italien als beliebte Route für Drogenschmuggler: Die Polizei stellt in dem Bereich zunehmend Rauschgift sicher. Wieder fanden die Ermittler Kokain in rauen Mengen.
Von
Isabelle Jahn, lby
Memmingen
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Auf der A7 im Allgäu wurden große Mengen Kokain geschmuggelt und bei Polizeikontrollen sichergestellt. (Symbolbild)

Marcus Brandt

Bei zwei Autokontrollen im Allgäu haben Grenzfahnder insgesamt rund 30 Kilo Kokain gefunden. Wie das bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Montag (31.07.2023) mitteilte, waren die beiden Wagen am 15. und 23. Juli auf der Autobahn 7 in Richtung Süden unterwegs, als die Beamten sie bei Memmingen und Dietmannsried (Landkreis Oberallgäu) durchsuchten und die Drogenpakete mit jeweils insgesamt etwa 19 beziehungsweise 11 Kilo Kokain fanden. Die beiden Fahrer sitzen demnach inzwischen in Untersuchungshaft. Im Hintergrund laufen die Ermittlungen der Polizei weiter.

Die Drogenfunde reihen sich ein in eine steigende Zahl von Kokain–Sicherstellungen in der Region im laufenden Jahr. Bis Mitte Juni hatten Ermittler nach LKA–Angaben im Südwesten des Freistaats schon rund 200 Kilogramm Kokain gefunden.

A7 durchs Allgäu als Drogenschmuggel–Route

Das liege vor allem daran, dass das österreichische Bundesland Tirol — vom Allgäu aus über die A7 erreichbar — als Schmuggelroute für Drogenhändler attraktiver geworden sei. Deshalb werde dort auch entsprechend kontrolliert, im Einsatz seien dafür speziell geschulte Beamte.

Es handle sich bei den Funden meist um Kokain–Transporte, die nur durch, aber nicht nach Deutschland führten. Größtenteils würden die Fahrten in Belgien oder den Niederlanden beginnen. Oft sei Italien das Ziel der Drogenkuriere gewesen.

Jüngste Drogen–Razzien im Raum Ulm

Auch in der Region gehen der Polizei regelmäßig Kriminelle im Zusammenhang mit Drogen ins Netz:

Am 11. Juli haben Polizeibeamte bei einer Razzia im Drogenmilieu in Neu–Ulm Marihuana, Kokain und Waffen beschlagnahmt. Die Ermittler haben mehrere Tatverdächtige wegen mutmaßlichen Drogendeals im Visier.

Mitte Mai wurden drei mutmaßliche Drogendealer aus Ulm und Erbach festgenommen. Sie sollen mehrfach Lieferungen von Heroin, Kokain und Amphetamin über einen Kurierfahrer erhalten haben, der das Rauschgift aus den Niederlanden nach Ulm gebracht haben soll.