USA Midterms 2026
: Donald Trump stürzt in US-Umfragen ab – zieht er die Republikaner mit?

Die Republikaner müssen bald ihre Mehrheiten im US‑Kongress bei den sogenannten Midterms verteidigen. Gleichzeitig erreicht US‑Präsident Donald Trump die niedrigsten Umfragewerte dieser Amtszeit.
Von
Leon Gerleit
Washington
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Weißes Haus - Schulanfang in den USA: 24.08.2026, USA, Washington: Donald Trump, Präsident der USA, hält im Rosengarten des Weißen Hauses eine Rede anlässlich einer Veranstaltung zum Schuljahresbeginn. Foto: Alex Brandon/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Donald Trump, Präsident der USA, bei einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses. Seine aktuellen Umfragewerte sind schlecht, was die Chancen der Republikaner in den Midterms, den US-Zwischenwahlen, schaden könnte.

Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump steht bei den Zwischenwahlen am Dienstag, 3. November 2026, nicht auf dem Wahlzettel. Trotzdem gelten die Midterms als Abstimmung über seine zweite Amtszeit.

Wie kaum ein anderer vor ihm prägt der frühere Außenseiter die Republikanische Partei. Die Frage ist, ob die Wähler noch mitgehen.

Kurz vor den Zwischenwahlen sind Trumps Umfragewerte im Keller. Am 17. August 2026 erreichte Trump im Umfragedurchschnitt des Analyseportals FiftyPlusOne vorerst einen Tiefpunkt in dieser Amtszeit. Rund 36 Prozent der Befragten waren mit seiner Arbeit zufrieden, 61 Prozent nicht.

Das letzte Mal, dass die beiden Werte ausgeglichen waren, also genauso viele Befragte die Arbeit des Präsidenten befürworteten wie sie missbilligten, war der 27. Februar 2025, mit jeweils ungefähr 47 Prozent. Der letzte veröffentlichte Umfragewert des Portals, 27. August 2026, lag bei rund 36 Prozent Zustimmung gegen 59 Prozent Ablehnung.

Diese Themen entscheiden die Midterms 2026 in den USA

Umfrageergebnisse des Marquette Law School Poll (22. bis 29. Juli) zu den wichtigsten Wähleranliegen:

  • Inflation und Lebenshaltungskosten: wichtigstes Thema für 35 Prozent
  • Wirtschaft allgemein: 15 Prozent
  • Krieg mit dem Iran: 10 Prozent
  • Rente und Krankenversicherung: 9 Prozent
  • Wahlrechtsgesetz „SAVE America Act“ (soll den Nachweis der Staatsbürgerschaft bei der Wählerregistrierung verlangen): 9 Prozent
  • Gesundheitsversorgung: 5 Prozent
  • Einwanderung und Grenzschutz: 5 Prozent
  • Bezahlbarer Wohnraum: 5 Prozent
  • Kriminalität: 2 Prozent
  • Abtreibung: 1 Prozent

Trump verliert bei den wichtigen Wählerthemen

Dieselbe Umfrage fragte auch, wie die Amerikaner Trumps Umgang mit einzelnen Themen bewerten – und das Ergebnis läuft genau entgegen ihren Prioritäten. Beim Spitzenthema Inflation sind 24 Prozent zufrieden, bei den Benzinpreisen 21, beim Iran-Krieg 30.

Umfragestark ist Trump bei seinen Kernthemen: Grenzschutz 52 Prozent, Einwanderung 44. Die priorisieren allerdings nur noch 5 Prozent der Befragten.

Umfragetrend der Republikaner im Vergleich zu Trumps

Bei der Frage, wen die Amerikaner in den Kongress wählen würden, folgt die Partei ihrem Präsidenten laut FiftyPlusOne ihrem Präsidenten, – wenn auch mit Verzögerung. Zuletzt gleichauf lagen Demokraten und Republikaner am 8. April 2025. Seitdem haben sich die Demokraten abgesetzt. Letzter Stand vom 27. August 2026: Sie lagen mit 49 zu 43 Prozent sechs Punkte vorn. Natürlich lassen landesweite Umfragedurchschnitte nur bedingt auf die Ergebnisse in den einzelnen Bundesstaaten und Wahlbezirken schließen.

Beim Vertrauen der Wähler in einzelne Politikfelder halten die Republikaner mit den Demokraten Schritt. Das zeigt eine Erhebung des Pew Research Center (6. bis 12. Juli 2026). Hier führen die Demokraten im Vertrauen der Wähler nur um jeweils einen Prozentpunkt: 37 zu 36 Prozent in der Wirtschaftspolitik und 36 zu 35 Prozent in der Außenpolitik. Bei der Einwanderung liegen die Republikaner mit 41 zu 36 Prozent sogar vorn.