USA Midterms 2026: Termin, Umfragen, Folgen - Alle Infos zu den US-Zwischenwahlen

In den USA entscheiden die Midterms 2026 über die Mehrheit im Repräsentantenhaus, einige Sitze im Senat und Gouverneursämter in den einzelnen Bundesstaaten. Doch was sind die direkten, konkreten politischen Folgen der Zwischenwahlen für US-Präsident Donald Trump?
WIN MCNAMEE/AFPBei den Zwischenwahlen in den USA entscheidet die US-Wählerschaft in den meisten Bundesstaaten darüber, wer sie in Washington vertreten soll. Gewählt wird am Dienstag, 3. November 2026. Für Demokraten und Republikaner geht es um die Mehrheit im US‑Kongress. Der hat zwei Kammern, das Repräsentantenhaus und den Senat. Midterms heißen die Wahlen, weil sie zur Halbzeit einer Präsidentschaft stattfinden. Derzeit kontrollieren die Republikaner beide Kammern, allerdings nur knapp.
Was bei den US‑Midterms generell zur Wahl steht
Das Repräsentantenhaus wird komplett neu besetzt, alle 435 Sitze. Die Amtszeit dort beträgt nur zwei Jahre. Gewählt wird in Wahlbezirken, und die meisten davon sind fest in der Hand einer Partei. Im Senat ist nie die ganze Kammer dran. Senatoren bleiben sechs Jahre im Amt, deshalb steht immer nur ein Drittel zur Wahl. Jeder Bundesstaat stellt zwei Senatoren, insgesamt hat der Senat also 100 Sitze. Dazu kommen Ämter außerhalb des Kongresses: Gouverneure, Parlamente der Bundesstaaten, oft auch Bürgermeister und Kommunalvertretungen. In manchen Bundesstaaten stimmen die Wähler zusätzlich über einzelne Gesetze ab.
Diese Ämter stehen bei den US-Midterms zur Wahl:
- das komplette Repräsentantenhaus mit 435 Sitzen
- ein Drittel des Senats, in diesem Jahr 35 Sitze
- Gouverneure in 36 Bundesstaaten und drei Territorien
- Volksabstimmungen über einzelne Gesetze, etwa über eine Ausweispflicht bei der Wahl in Kalifornien und über das Recht auf Abtreibung in Nevada
Wie knapp könnten die Midterms 2026 werden?
Die Partei des Präsidenten verliert bei Zwischenwahlen fast immer Sitze. Seit den 1850er-Jahren ist ihr das bei 38 von 42 Zwischenwahlen passiert. Und die Mehrheiten der Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus sind dünn.
Laut aktuellen Umfragen scheinen die Demokraten eine realistische Chance zu haben, eine der beiden Kongresskammern zu gewinnen. Beide zugleich hat die Partei des amtierenden Präsidenten bei Zwischenwahlen seit den 50ern erst viermal verloren: Truman 1946, Eisenhower 1954, Clinton 1994 und Bush jr. 2006 – immer mit Auswirkungen auf den Handlungsspielraum der Regierenden.
Politische Folgen für die Trump-Regierung
Trump ist ohnehin eine „lahme Ente“, wie die US-Amerikaner einen Amtsinhaber ohne Zukunft nennen: Antreten darf er 2028 nicht mehr. Verliert er eine Kammer, wird daraus ein Dauerzustand für die restlichen zwei Jahre.
Reicht es für eine Mehrheit im Repräsentantenhaus, können die Demokraten Trumps Gesetze stoppen, Untersuchungsausschüsse einsetzen und über den Haushalt streiten. Gewinnen sie den Senat, könnten sie seine Ernennungen von Ministern und Bundesrichtern blockieren.
Trump kennt das bereits aus seiner ersten Amtszeit. Nach den Zwischenwahlen 2018 verlor er das Repräsentantenhaus. Es folgten Untersuchungen und ein Amtsenthebungsverfahren.
