• In Leimen im Rhein-Neckar-Kreis ist am Samstag ein Paketzentrum von DHL geräumt worden
  • Es soll ein verdächtiges Paket gegeben haben
  • Einem Medienbericht nach soll es sogar in Flammen gestanden haben
  • Diese waren aus Ulm verschickt worden
In Leimen im Rhein-Neckar-Kreis ist am Samstag ein DHL-Paketzentrum geräumt worden, nchdem ein verdächtiges Paket bemerkt worden war. Das Paketverteilzentrum wurde daraufhin geräumt, wie die Polizei Mannheim in einer Mitteilung am Samstag bekanntgab. Es seien mehrere Polizeistreifen vor Ort, das Gebiet sei abgesperrt worden, sagte ein Sprecher der Mannheimer Polizei der Nachrichtenagntur DPA. Nähere Informationen zu dem Paket gab es zunächst nicht - auch nicht zu der Frage, ob möglicherweise ein Zusammenhang mit den drei zuletzt an Lebensmittelfirmen wie Lidl und Hipp versendeten explosiven Postsendungen besteht.
Die Polizei musste ein Paketzentrum der Post/DHL in Leimen räumen, nachdem ein verdächtiges Paket entdeckt worden war.
Die Polizei musste ein Paketzentrum der Post/DHL in Leimen räumen, nachdem ein verdächtiges Paket entdeckt worden war.
© Foto: DPA
Wie die „Rheinpfalz“ berichtete, soll das Paket plötzlich sogar in Flammen aufgegangen sein und befinde sich in einem Transportwagen. Die Polizei bestätigte dieses dem Bericht zufolge nicht und soll von einer „unklaren Gefahrenlage“ gesprochen haben, so die „Rheinpfalz“ in ihrem Bericht.

Verdächtiges Paket in Leimen: Polizei entdeckt keinen sprengstoffverdächtigen Inhalt

Wie die Polizei Mannheim in einer zweiten Mitteilung am frühen Nachmittag dann bekanntgab, sei das Paket von den Spezialisten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg geöffnet worden. Hierbei sei kein sprengstoffverdächtiger Inhalt festgestellt worden. Über die Ursache der auffälligen äußerlichen Beschaffenheit des Pakets (Verfärbung der Hülle), welche den Verdacht erweckt hatte, die Sendung könnte Sprengstoff enthalten, liegen bislang keine Erkenntnisse vor. Ein Zusammenhang zu den explosiven Postsendungen, über die in den vergangenen Tagen in der Presse berichtet wurde, kann nach Einschätzung der Ermittler ausgeschlossen werden.
Ein Polizeibeamter hält am Paketverteilzentrum von DHL ein verdächtiges Paket in der Hand. So beschreibt die Nachrichtenagentur DPA dieses Foto.
Ein Polizeibeamter hält am Paketverteilzentrum von DHL ein verdächtiges Paket in der Hand. So beschreibt die Nachrichtenagentur DPA dieses Foto.
© Foto: DPA

Lidl und Hipp: Firmen bekommen Briefbomben aus Ulm

Mehrere Lebensmittelfirmen hatten diese Woche Paket- oder Briefbomben erhalten. Die Bild berichtete am Freitag, dass die Sendungen aus Ulm kommen sollen. Das hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mittlerweile bestätigt.

Anschläge auf Lidl und Hipp: Motiv der Taten liegt im Dunkeln

Die drei Sendungen trugen fiktive Absender. Ein Bekennerschreiben war am Freitagmittag noch nicht eingegangen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass dies noch komme, nachdem ein gewisser Druck aufgebaut worden sei, hieß es. Bislang liege das Motiv völlig im Dunkeln. Eine Sonderkommission mit 100 Ermittlern untersucht die Fälle und beschäftigt sich dabei auch mit ähnlichen früheren Taten.

Festnahme von Mann aus dem Raum Ulm

Update vom Samstag, 22.02.2021

Am Samstagnachmittag wurde bekannt, dass die Polizei einen Mann aus dem Raum Ulm festgenommen hat.