Deutsche im Einsatz: Deutsche Feuerwehrleute jetzt in Nordspanien im Einsatz

Ein Waldbrandbekämpfer trinkt Wasser bei seinem Einsatz im Waldbrandgebiet. Mit Hilfe sinkender Temperaturen und milderem Wetter als in den letzten Tagen gelingt es den Feuerwehren zunehmend die Brände in verschiedenen Landesteilen einzudämmen. (zu dpa: «Deutsche Feuerwehrleute jetzt in Nordspanien im Einsatz»)
Lorena Sopêna/Europapress/dpa- Deutsche Feuerwehrleute unterstützen Spanien bei Waldbränden in Kastilien und León.
- 330 Bewohner des Dorfs La Baña wurden evakuiert, Flammen rücken näher.
- Einsatz nach erfolgreicher Hilfe in Extremadura – 67 Kräfte, 21 Fahrzeuge vor Ort.
- Lage entspannt sich dank sinkender Temperaturen, 14 Brände weiterhin aktiv.
- Seit August: 6.840 km² Waldfläche in Spanien und Portugal zerstört, 8 Tote.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die deutschen Feuerwehrleute sind nach ihrem erfolgreichen Einsatz bei der Bekämpfung eines großen Waldbrands in der Extremadura in das weiter nördlich gelegene Kastilien und León verlegt worden. Dort wurden sie von der spanischen Einsatzzentrale in das Dorf entsandt, um es vor den näher rückenden Flammen zu schützen. Rund 330 Bewohner des Ortes seien bereits evakuiert worden, berichtete die Zeitung „Leonoticias“. In der Gegend wüte eines der landesweit noch 14 aktiven Feuer, berichtete der staatlichen TV-Sender RTVE.
Die 67 Feuerwehrleute aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit 21 Fahrzeuge waren seit Dienstag bei dem Ort Jarilla in der Extremadura im Einsatz. Nachdem der Brand dort unter Kontrolle gebracht werden konnte, fuhren sie knapp 290 Kilometer weiter Richtung Norden. Die spanische Polizei veröffentlichte ein Video, wie die Deutschen in Puebla de Sanabria eintrafen.
Hilfe aus Deutschland
Unmittelbar darauf seien sie noch am Samstag nach La Baña geschickt worden, teilte der Sprecher der Einsatzgruppe, Frank Frenser, mit. Auf der Plattform X postete ein Einwohner der Region Fotos und Videos der Feuerwehrleute aus Deutschland mit ihren Fahrzeugen in den engen Gassen des Dorfes.
Insgesamt hat sich die Lage bei den Waldbränden in Spanien nach Angaben der Behörden weiter etwas entspannt. Das lag auch am Ende einer extremen Hitzewelle mit Temperaturen von teilweise weit über 40 Grad. Häufigere und längere Hitze- und Trockenperioden sind nach Erkenntnissen von Experten auch eine Folge des menschengemachten Klimawandels. Am schwierigsten sei die Lage noch im Nordwesten des Landes, wo auch die deutschen Feuerwehrleute helfen. Sie werden voraussichtlich noch bis kommenden Dienstag ihren spanischen Kollegen zur Seite stehen, wie Frenser mitteilte.
Schlimmste Waldbrände seit Jahrzehnten
In Spanien und im Nachbarland Portugal wüten seit Anfang August die heftigsten Waldbrände seit langem. Mindestens acht Menschen kamen insgesamt in beiden Ländern ums Leben. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn in beiden Ländern zusammen nach vorläufigen Schätzungen des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS vom Samstag rund 6.840 Quadratkilometer Wald- und Vegetationsflächen vernichtet. Das entspricht fast 958.000 Fußballfeldern oder mehr als einem Drittel Schleswig-Holsteins (15.763 Quadratkilometer).







