Christopher Street Day heute in Berlin: Alle Infos zu Programm, Route und Termin des CSD 2022

Die Christopher Street Day (CSD)-Demonstration zieht nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wieder durch Berlin. Auf dem diesjährigen Christopher-Street-Day in Berlin dürften sich wieder zahlreiche Menschen mit bunten Kostümen zeigen.
Roberto Pfeil/dpaPolitische Statements setzen, Zeit mit Freunden verbringen oder einfach nur feiern: Am 23. Juli 2022 findet in Berlin der Christopher Street Day (CSD) statt, eine der größten Paraden in Deutschland.
- Was versteht man unter Christopher Street Day?
- Was sind die Forderungen und das Motto beim CSD Berlin 2022?
- Wo findet die Parade des CSD Berlin statt?
- Wie ist das Programm für den CSD in Berlin 2022?
- Wo kann ich den CSD Berlin live im TV sehen oder streamen?
Alle Infos zum CSD in Berlin geben wir euch hier in der Übersicht.
CSD 2022: Was ist der Christopher Street Day?
Der Christopher Street Day ist ein Straßenfest, das die Diversität und Vielfalt von Menschen und Geschlechtern feiert. Allen voran für die LGBTQ–Community (Lesbian, Gay, Bi, Trans und Queer) ist dieses Fest ein wichtiges Datum im Jahr, da es letztlich auch um wichtige Themen geht, die dieser Gemeinschaft sehr am Herzen liegen, wie Anerkennung, Respekt, Toleranz, Sensibilität und Sichtbarkeit innerhalb der Gesellschaft. Der Monat Juni steht sogar weltweit für den sogenannten „Pride Month„ — der ganze Monat ist diesem Thema gewidmet.
Mehr über den Hintergrund, die Bedeutung und Geschichte des Pride Month und des CSD erfahrt ihr auch in einem weiteren Artikel:
Wann findet der Christopher Street Day 2022 statt?
Im Sommer wird in unzähligen Städten der Christopher Street Day begangen. Mehr als 65.000 Teilnehmer nahmen daran im Juli vergangenes Jahr in Berlin teil. Dieses Jahr fällt das Datum erneut in den Hochsommer. Der Termin für den CSD in Berlin ist Samstag, 23. Juli 2022. Treffpunkt ist um 12 Uhr an der Leipziger Straße (Route siehe unten).
CSD Berlin 2022: Forderungen und Motto der Parade
Das Motto des diesjährigen CSD in der Hauptstadt ist „United in Love — gegen Hass, Krieg und Diskriminierung“. Also ein Motto, das ganz zur aktuellen Weltlage passt. Die Forderungen der LGBTQ–Gemeinschaft sind sowohl spezifisch wie auch in allgemeinen Punkten zusammengefasst und erstrecken sich über mehrere Punkte:
- Hatecrime und Hatespeech
- Bildung und Aufklärung
- Arbeit und Diversität
- TIN (Trans, Inter, Nicht–binär)
- FLINTA
- Regenbogenfamilien
- Generationen
- Bi+ und nicht mono–sexuelle Sexualität
- Internationale Solidarität
- WM im November in Quatar
- Kulturelle Communities
- Grundgesetz für Alle
- Glaube und Spiritualität
- Gesundheit
- HIV/AIDS
Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt oder euch näher in eine Forderung einlesen möchtet, könnt ihr das auf der Homepage des Berliner CSD 2022 tun.
Berlin CSD 2022: Das ist die Strecke der Parade
Üblicherweise beginnt der CSD mit einer Kundgebung, gefolgt von einer farbenfrohen Parade mit Kostümen und Flaggen. Die Route der Parade wird dabei mit der Polizei und der Stadt lange im Vorfeld abgesprochen und steht daher auch bereits fest:
Leipziger Straße — Potsdamer Platz — Potsdamer Straße — Bülowstraße — Nollendorfplatz — Karl–Heinrich–Ulrichs–Straße — Klingelhöferstraße — Hofjägerallee — Großer Stern — Straße des 17. Juni.
Der Endpunkt für Fahrzeuge und Paradewagen wird die Yitzhak–Rabin–Straße sein. Für Fußgänger ist es die Straße des 17. Juni bis Brandenburger Tor.
Das Programm des CSD Berlin: Was ist 2022 geplant?
Der Christopher Street Day in Berlin wird dieses Jahr komplett von dem Verein CSD Berlin e.V. und Berlin Pride organisiert. Es ist damit zu rechnen, dass 50 Prozent des Programms aus Demonstrations–Aktionen wie etwa Reden und Vorträge bestehen wird. Wer wann wo spricht und nähere Informationen zum Programm sind aktuell noch nicht bekannt, werden auf der Homepage des CSD Berlin aber veröffentlicht.
Berliner Ex–OB Wowereit über Diskriminierung von Homosexuellen
Berlins ehemaliger Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat weiterhin anhaltende Diskriminierung von Homosexuellen beklagt. „Wenn man bedenkt, dass im Jugendfußball noch immer 'Du schwule Sau' in den Kabinen gehört wird, weiß man, dass es da noch viel zu tun gibt“, sagte er der „Berliner Zeitung“ (Samstag, Print). Es müsse noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, betonte er anlässlich des 44. Berliner Chistopher Street Days (CSD) vom Samstag. Die gängige Haltung gegenüber Homosexualität in Ämtern habe sich während seiner Amtszeit als Regierender Bürgermeister zwischen 2001 und 2014 an der Devise „Du darfst es sein, aber behalte es bitte für dich“ orientiert. Das habe sich bis heute in Bereichen wie dem Profifußball nicht verändert.
