• Wie hoch sind die Inzidenz, Corona-Zahlen und die Hospitalisierungsrate heute? Ist Deutschland noch in der vierten Welle?
  • Die 7-Tages-Inzidenz ist mehrere Tage in Folge gesunken – heute aber wieder leicht gestiegen
  • Wir informieren jeden Tag über die aktuellen Zahlen des RKI zu Neuinfektionen, Inzidenz und Hospitalisierung

Neue Fallzahlen des RKI am 20.09.2021: Inzidenz, Hospitalisierung, Impfquote und Infektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt: Hier die Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland vom Montag, 20.09.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 71,0 (Vortag: 70,5; Vorwoche: 81,9)
  • Hospitalisierungsrate (Wert des RKI vom Freitag, 17.09.21): 1,89 (Vortag: 1,87)
  • Neuinfektionen heute: 3736
  • Infektionen gesamt: 4.145.852
  • Neue Todesfälle: 13
  • Todesfälle gesamt: 92.971
  • Impfquote (Erstimpfung): 67,1Prozent
  • Impfquote (vollständig): 62,9 Prozent
Auch „Zeit Online“, das seine Daten direkt von den Gesundheitsämtern der Kreise in Deutschland bezieht, meldet einen rückläufigen Trend. Demnach wurden bei den Gesundheitsämtern 5826 Neuinfektionen gemeldet – das wären 1261 weniger als am selben Tag der Vorwoche. Weitere 32 Menschen sind in Verbindung sind dem Bericht von „Zeit Online“ zu den Corona-Zahlen in Deutschland mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. In der Vorwoche waren es demnach zehn. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt dem Bericht zufolge bei 75,5.
Die Zahlen von „Zeit Online“ basieren eigenen Angaben nach auf den direkten Werten der Landkreise und sollen daher weniger von Verzögerungen in den Meldeketten betroffen sein als etwa die des Robert Koch-Instituts. Sie können daher voneinander abweichen.
Dem Bericht zufolge wurden die meisten Neuinfektionen mit 1558 Fällen in Bayern gemeldet. In Nordrhein-Westfalen infizierten sich 1475 und in Hessen 626 weitere Menschen binnen 24 Stunden neu mit dem Coronavirus.

Die beiden Backsteintürme der Frauenkirche ragen hinter dem Neuen Rathaus im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt München. Bayern hatte am Montag die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu vermelden.
Die beiden Backsteintürme der Frauenkirche ragen hinter dem Neuen Rathaus im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt München. Bayern hatte am Montag die meisten Neuinfektionen mit dem Coronavirus zu vermelden.
© Foto: Peter Kneffel/DPA

Corona-Zahlen der Bundesländer – So hoch sind die Inzidenzen in Deutschland

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am Sonntag am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 110,9 – Bremen
  • 93,2 – Baden-Württemberg
  • 87,1 – Bayern
  • 78,1 – Hessen
  • 78,0 – Berlin
  • 73,1 – Rheinland-Pfalz
  • 73,0 – Nordrhein-Westfalen
  • 62,3 – Saarland
  • 60,6 – Hamburg
  • 58,6 – Niedersachsen
  • 57,3 – Thüringen
  • 41,1 – Brandenburg
  • 39,9 – Sachsen
  • 36,4 – Sachsen-Anhalt
  • 36,2 – Schleswig-Holstein
  • 31,8 – Mecklenburg-Vorpommern

Neuinfektionen und Inzidenzwerte gestern und vor einer Woche

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Impfung gegen Corona: Spahn mit Impf-Aktionswoche zufrieden

Im Zuge der bundesweiten Aktionswoche zur Corona-Impfung haben sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hunderttausende Menschen impfen lassen. "Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500.000 der wichtigen Erst-Impfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und weitere Freiwillige hätten rund 1500 Impfaktionen auf die Beine gestellt. Möglicherweise habe es sogar noch deutlich mehr gegeben.
Spahn äußerte sich jedoch besorgt über die nach wie vor große Zahl Ungeimpfter in der älteren Bevölkerung. "Von den 24 Millionen Menschen im Alter über 60 Jahren sind knapp vier Millionen noch ungeimpft, das ist fast jeder sechste in dieser Risikogruppe", warnte der Minister. Eine Infektion eines Großteils dieser Gruppe innerhalb weniger Wochen würde die Intensivstationen sehr belasten, erklärte Spahn.

Corona-Zahlen in Deutschland stagnieren: Wie geht es weiter?

Seit etwa zwei Wochen sind die Corona-Infektionszahlen in Deutschland relativ stabil - zuletzt sind sie sogar etwas gesunken. Auch bei der Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten - die für politische Entscheidungen besonders im Vordergrund stehen soll - tut sich wenig. Ist das nun schon wieder das Ende der vierten Welle, oder sollten wir uns auf einen anstrengenden Herbst einstellen?
Aus Sicht des Saarbrücker Experten für Corona-Prognosen Thorsten Lehr beruht die Entwicklung auf mehreren Effekten: Zum einen ebbe die Zahl der Reiserückkehrer langsam ab – und damit auch die eingeschleppter Infektionen, sagt er der Deutschen Presse-Agentur.
Zum anderen seien in vielen Bundesländern nach den Sommerferien zunächst die Infektionszahlen bei Schülern explosionsartig angestiegen. „Dieser Anstieg ist durch die Durchführungen von Tests in der Schule und dem Entdecken von in die Schule getragenen Infektionen zu erklären und nicht durch unkontrollierte Infektionen in der Schule“, betont der Experte. Durch das kontinuierliche Testen und Quarantänemaßnahmen bei Kontaktpersonen komme es vielerorts ein bis zwei Wochen nach dem Schulstart nun zu einer Stagnation oder sogar Abnahme der Zahlen in dieser Altersgruppe. „Es kehrt eine gewisse Normalität ein.“
Den Zusammenhang mit den Reiserückkehrern begründet Mobilitätsforscher Kai Nagel zunächst damit, dass eine Ansteckung in einem Zielland mit höheren Inzidenzen natürlich wahrscheinlicher sei als zuhause. Außerdem würden Reiserückkehrer aber auch systematischer getestet, sodass vermutlich auch mehr Fälle entdeckt würden.
Viola Priesemann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, sieht außerdem stagnierende Zahlen von Neuinfektionen in den Nachbarländern als Grund - wegen Reisender und auch Grenzpendler sei es normal, dass sich die Inzidenzen in Nachbarländern oft anglichen.
Ist die vierte Pandemie-Welle in Deutschland also schon gebrochen? Nein, mahnt der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. „Von einem Ausbremsen der vierten Welle zu sprechen, ist sicher zu früh.“

Corona-Zahlen weltweit: Johns-Hopkins-Universität meldet Tote und Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Sonntag (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 228 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher knapp 4,69 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 42.050.638 Infizierte und 673.472 Tote
  • Indien: 33.448.163 Infizierte und 444.838 Tote
  • Brasilien: 21.230.325 Infizierte und 590.508 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.145.852 Infizierte und 92.971 Tote.