• Wie hoch sind die Inzidenz, Corona-Zahlen und die Hospitalisierungsrate heute in Deutschland in der vierten Welle?
  • Die 7-Tages-Inzidenz ist mehrere Tage in Folge gesunken - Ist die vierte Welle bereits gebrochen?
  • Wir informieren jeden Tag über die aktuellen Zahlen des RKI zu Neuinfektionen, Inzidenz und Hospitalisierung

Aktuelle Fallzahlen des RKI am 19.09.2021: Hospitalisierung, Inzidenz, Impfquote und Infektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt: Hier die Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland vom Sonntag, 19.09.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 70,5 (Vortag: 72,0; Vorwoche: 80,2)
  • Hospitalisierungsrate: 1,89 (Vortag: 1,87)
  • Neuinfektionen heute: 7.337
  • Infektionen gesamt: 4.142.116
  • Neue Todesfälle: 38
  • Todesfälle gesamt: 92.958
  • Impfquote (Erstimpfung): 67,1 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 62,9 Prozent

Corona-Zahlen der Bundesländer – Alle Inzidenzen aus Deutschland

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten?
  • 104,8 Bremen
  • 94,1 – Baden-Württemberg
  • 86,0 – Bayern
  • 79,0 – Hessen
  • 78,3 – Berlin
  • 73,6 – Nordrhein-Westfalen
  • 69,1 – Rheinland-Pfalz
  • 63,0 – Saarland
  • 60,4 – Hamburg
  • 58,3 – Niedersachsen
  • 54,9 – Thüringen
  • 41,0 – Brandenburg
  • 37,7 – Schleswig-Holstein
  • 36,2 – Sachsen-Anhalt
  • 31,7 – Sachsen
  • 31,5 – Mecklenburg-Vorpommern

Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Impfung gegen Corona: Spahn mit Impf-Aktionswoche zufrieden

Im Zuge der bundesweiten Aktionswoche zur Corona-Impfung haben sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hunderttausende Menschen impfen lassen. "Wir haben in der Aktionswoche insgesamt rund 500.000 der wichtigen Erst-Impfungen geschafft, etwa die Hälfte dürfte auf Aktionen zurückgehen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben). Vereine, Organisationen, Privat-Initiativen und weitere Freiwillige hätten rund 1500 Impfaktionen auf die Beine gestellt. Möglicherweise habe es sogar noch deutlich mehr gegeben.
Spahn äußerte sich jedoch besorgt über die nach wie vor große Zahl Ungeimpfter in der älteren Bevölkerung. "Von den 24 Millionen Menschen im Alter über 60 Jahren sind knapp vier Millionen noch ungeimpft, das ist fast jeder sechste in dieser Risikogruppe", warnte der Minister. Eine Infektion eines Großteils dieser Gruppe innerhalb weniger Wochen würde die Intensivstationen sehr belasten, erklärte Spahn.

Corona-Zahlen in Deutschland stagnieren: Die Ruhe vor dem Sturm?

Seit etwa zwei Wochen sind die Corona-Infektionszahlen in Deutschland relativ stabil - zuletzt sind sie sogar etwas gesunken. Auch bei der Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten - die für politische Entscheidungen besonders im Vordergrund stehen soll - tut sich wenig. Ist das nun schon wieder das Ende der vierten Welle, oder sollten wir uns auf einen anstrengenden Herbst einstellen?
Aus Sicht des Saarbrücker Experten für Corona-Prognosen Thorsten Lehr beruht die Entwicklung auf mehreren Effekten: Zum einen ebbe die Zahl der Reiserückkehrer langsam ab – und damit auch die eingeschleppter Infektionen, sagt er der Deutschen Presse-Agentur.
Zum anderen seien in vielen Bundesländern nach den Sommerferien zunächst die Infektionszahlen bei Schülern explosionsartig angestiegen. „Dieser Anstieg ist durch die Durchführungen von Tests in der Schule und dem Entdecken von in die Schule getragenen Infektionen zu erklären und nicht durch unkontrollierte Infektionen in der Schule“, betont der Experte. Durch das kontinuierliche Testen und Quarantänemaßnahmen bei Kontaktpersonen komme es vielerorts ein bis zwei Wochen nach dem Schulstart nun zu einer Stagnation oder sogar Abnahme der Zahlen in dieser Altersgruppe. „Es kehrt eine gewisse Normalität ein.“
Den Zusammenhang mit den Reiserückkehrern begründet Mobilitätsforscher Kai Nagel zunächst damit, dass eine Ansteckung in einem Zielland mit höheren Inzidenzen natürlich wahrscheinlicher sei als zuhause. Außerdem würden Reiserückkehrer aber auch systematischer getestet, sodass vermutlich auch mehr Fälle entdeckt würden.
Viola Priesemann, Leiterin einer Forschungsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, sieht außerdem stagnierende Zahlen von Neuinfektionen in den Nachbarländern als Grund - wegen Reisender und auch Grenzpendler sei es normal, dass sich die Inzidenzen in Nachbarländern oft anglichen.
Ist die vierte Pandemie-Welle in Deutschland also schon gebrochen? Nein, mahnt der Epidemiologe Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie. „Von einem Ausbremsen der vierten Welle zu sprechen, ist sicher zu früh.“

Corona-Zahlen weltweit: Johns-Hopkins-Universität meldet Tote und Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet heute (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 228 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher knapp 4,69 Millionen Menschen. Diese drei Länder sind aktuell am stärksten betroffen:
  • USA: 42.048.376 Infizierte und 673.464 Tote
  • Indien: 33.417.390 Infizierte und 443.928 Tote
  • Brasilien: 21.230.325 Infizierte und 590.508 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.144.165 Infizierte und 92.964 Tote.