Die Corona-Zahlen in Deutschland sind leicht gesunken und die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist am zweiten Tag in Folge zurückgegangen. Wegen des Feiertags Allerheiligen in fünf Bundesländern wurden zuletzt womöglich weniger Infektionen gemeldet. In den Tagen davor war die Inzidenz stets merklich gestiegen - das aber mit etwa gleichbleibender, nicht zunehmender Dynamik. Weitere mögliche Gründe für die sinkenden Neuinfektionszahlen nannte das RKI zunächst nicht. In einigen Bundesländern wurden die Corona-Regeln zuletzt veschärft.
In diesem Artikel bereiten wir jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland auf.
  • Wie hoch liegt die Inzidenz?
  • Wie viele Neuinfektionen gibt es?
  • Wie hoch ist die Hospitalisierungsrate?
  • Wie sehen die Corona-Zahlen der einzelnen Bundesländer im Vergleich aus?

Aktuelle Corona-Zahlen vom 03.11.2021 zu Inzidenz, Neuinfektionen und Impfungen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gesunken: Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland von heute, Mittwoch, 03.11.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 146,6 (Vortag: 153,7); (Vorwoche: 118,0)
  • Neuinfektionen heute: 20.398
  • Infektionen gesamt: 4.628.419
  • Neue Todesfälle: 194
  • Todesfälle gesamt: 96.027
  • Impfquote (Erstimpfung): 69,4 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 66,7 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,29 an (Montag 3,46). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15.

Corona-Zahlen der Bundesländer – Wie hoch sind die Inzidenzwerte in den einzelnen Regionen Deutschlands?

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten? (Stand: 03.11.2021)
  • 338,2 – Thüringen
  • 289,7 – Sachsen
  • 228,4 – Bayern
  • 165,7 – Baden-Württemberg
  • 157,4 – Berlin
  • 147,0 – Sachsen-Anhalt
  • 134,1 – Brandenburg
  • 126,3 – Hessen
  • 108,7 – Hamburg
  • 96,2 – Nordrhein-Westfalen
  • 94,9 – Meckelnburg-Vorpommern
  • 89,1 – Rheinland-Pfalz
  • 87,0 – Bremen
  • 80,8 – Niedersachsen
  • 71,3 – Schleswig-Holstein
  • 69,4 – Saarland

Zahlen zu Neuinfektionen und Inzidenzen gestern und vor einer Woche

Gestern hat das RKI 10.813 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Mittwoch, 27.10.2021, waren es 23.212 Neuinfektionen.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Jahr 2021 hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig werden daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt.

Bundesregierung dringt trotz Widerstands auf ein Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage

Trotz des Widerstands einiger Ministerpräsidenten dringt die Bundesregierung auf ein Bund-Länder-Treffen zur Corona-Lage. "Die Situation ist jetzt ernst und nicht in zwei oder drei Wochen", sagte der geschäftsführende Bundeskanzleramtschef Helge Braun (CDU) am Mittwoch dem "Frühstart" von RTL/ntv. "Deshalb drängen wir auch darauf, dass es bald ist." Es sei "jetzt die Zeit", um sich über die ansteigenden Infektions- und Todeszahlen auszutauschen. Helge Braun stellte sich hinter die Empfehlung Spahns. In Studien aus Israel zeige sich, dass eine Booster-Impfung auch für jüngere Menschen "extrem hilfreich" sei, um das Übertragungsrisiko zu reduzieren, sagte er. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfehle zwar eine Booster-Impfung für Ältere. "Aber grundsätzlich zugelassen ist sie auch für Jüngere." Es sei die "klare Aussage" aus der Politik "auch jenseits der Stiko-Empfehlung, dass Jüngere sich boostern lassen können".

Steigende Inzidenzen: Wirtschaft ist besorgt, fordert 3G am Arbeitsplatz

Industriepräsident Siegfried Russwurm hat Bund und Länder aufgefordert, mehr gegen die steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen zu tun. „Die Politik droht den gleichen Fehler zu machen wie im Herbst vorigen Jahres, als die Politik vor konsequenten und zentral wirksamen Maßnahmen zurückschreckte“, sagte Russwurm der Deutschen Presse-Agentur. Er machte deutlich, eine Option könnte auch eine 3G-Regel am Arbeitsplatz sein - das würde einen Zugang nur noch für Genesene, Geimpfte und Getestete bedeuten.
Industriepräsident Siegfried Russwurm hat Bund und Länder aufgefordert, deutlich mehr gegen die rasant steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen zu tun.
Industriepräsident Siegfried Russwurm hat Bund und Länder aufgefordert, deutlich mehr gegen die rasant steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen zu tun.
© Foto: Britta Pedersen/dpa
„Bund und Länder müssen rasch gemeinsam eine klare bundesgesetzliche Grundlage schaffen, damit die Unternehmen in den kommenden Wochen Schutzmaßnahmen auf 3G-Basis nachvollziehbar und planvoll für ihre Mitarbeitenden anwenden können“, sagte Russwurm. „So lassen sich Arbeitsabläufe wieder weitestgehend normalisieren, die Beschäftigten von belastenden Hygienevorgaben befreien, und kreative Zusammenarbeit wird wieder uneingeschränkt möglich.“

Corona-Zahlen weltweit: Johns-Hopkins-Universität meldet Tote und Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Mittwoch (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 247 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 5 Millionen Menschen. Diese drei Länder waren und sind aktuell insgesamt am stärksten betroffen:
  • USA: 46.140.509 Infizierte und 748.173 Tote
  • Indien: 34.296.189 Infizierte und 458.880 Tote
  • Brasilien: 21.814.693 Infizierte und 607.922 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.634.836 Infizierte und 95.887 Tote.