Die Corona-Zahlen in Deutschland sind erneut deutlich angestiegen. Angesichts gestiegener Corona-Inzidenzen in jüngeren Altersgruppen setzen Kinderärzte auf zügige Covid-19-Impfungen für unter Zwölfjährige. In einigen Bundesländern liegen die werte bereits über 200.
In diesem Artikel bereiten wir jeden Tag die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland auf.
  • Wie hoch liegt die Inzidenz?
  • Wie viele Neuinfektionen gibt es?
  • Wie hoch ist die Hospitalisierungsrate?
  • Wie sehen die Corona-Zahlen der einzelnen Bundesländer im Vergleich aus?

Aktuelle Corona-Zahlen vom 02.11.2021 zu Inzidenz, Neuinfektionen und Impfungen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an: Die Corona-Zahlen des Robert Koch-Instituts in Deutschland von heute, Dienstag, 02.11.2021:
  • Sieben-Tage-Inzidenz: 153,7 (Vortag: 154,8); (Vorwoche: 106,3)
  • Neuinfektionen heute: 10.813
  • Infektionen gesamt: 4.618.021
  • Neue Todesfälle: 81
  • Todesfälle gesamt: 95.833
  • Impfquote (Erstimpfung): 69,4 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 66,7 Prozent
  • Hospitalisierungsrate: Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,46 an (Sonntag 3,67). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich. Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit 2020 bei rund 15.

Corona-Zahlen der Bundesländer – Wie hoch sind die Inzidenzwerte in den einzelnen Regionen Deutschlands?

Ein Blick auf die Corona-Zahlen der einzelnen deutschen Bundesländer: Wo ist die Inzidenz aktuell am höchsten und wo am niedrigsten? (Stand: 02.11.2021)
  • 306,5 – Thüringen
  • 284,4  – Sachsen
  • 248,9 – Bayern
  • 189,3 – Baden-Württemberg
  • 156,1 – Berlin
  • 139,2 – Sachsen-Anhalt
  • 126,3 – Brandenburg
  • 122,9 – Hessen
  • 115,2 – Hamburg
  • 106,9 – Nordrhein-Westfalen
  • 95,3 – Rheinland-Pfalz
  • 94,4 – Meckelnburg-Vorpommern
  • 86,0 – Bremen
  • 77,9 – Niedersachsen
  • 74,3 – Saarland
  • 70,6 – Schleswig-Holstein

Zahlen zu Neuinfektionen und Inzidenzen gestern und vor einer Woche

Gestern hat das RKI 9658 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Dienstag, 26.10.2021, waren es 10.473 Neuinfektionen.
Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Jahr 2021 hatte es in Deutschland am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – stetig gesunken. Den Tiefststand erreichte sie am 6. Juli. Da lag die Inzidenz bei 4,9.
Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig werden daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt.

Corona-Zahlen weltweit: Johns-Hopkins-Universität meldet Tote und Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldete am Dienstag (Stand 6 Uhr) weltweit mehr als 247 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 5 Millionen Menschen. Diese drei Länder waren und sind aktuell insgesamt am stärksten betroffen:
  • USA: 46.091.924 Infizierte und 747.033 Tote
  • Indien: 34.285.814 Infizierte und 458.437 Tote
  • Brasilien: 21.814.693 Infizierte und 607.922 Tote
  • Deutschland verzeichnet laut JHU aktuell 4.619.273 Infizierte und 95.838 Tote.

RKI-Dashboard wird am Dienstagmittag aktualisiert

Am Dienstag wird das Dashboard des Robert-Koch-Instituts gewartet und wird demnach nicht erreichbar sein. Von 13 bis 17 Uhr werden die Daten dort aktualisiert, teilt das Institut mit.

Steigende Inzidenzen: Wirtschaft ist besorgt, fordert 3G am Arbeitsplatz

Industriepräsident Siegfried Russwurm hat Bund und Länder aufgefordert, deutlich mehr gegen die rasant steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen zu tun. „Die Politik droht den gleichen Fehler zu machen wie im Herbst vorigen Jahres, als die Politik vor konsequenten und zentral wirksamen Maßnahmen zurückschreckte“, sagte Russwurm der Deutschen Presse-Agentur. Er machte deutlich, eine Option könnte auch eine 3G-Regel am Arbeitsplatz sein - das würde einen Zugang nur noch für Genesene, Geimpfte und Getestete bedeuten.
„Bund und Länder müssen rasch gemeinsam eine klare bundesgesetzliche Grundlage schaffen, damit die Unternehmen in den kommenden Wochen Schutzmaßnahmen auf 3G-Basis nachvollziehbar und planvoll für ihre Mitarbeitenden anwenden können“, sagte Russwurm. „So lassen sich Arbeitsabläufe wieder weitestgehend normalisieren, die Beschäftigten von belastenden Hygienevorgaben befreien, und kreative Zusammenarbeit wird wieder uneingeschränkt möglich.“