• Trotzdem haben Bund und Länder den Lockdown verlängert: bis mindestens zum 07.03.2021.
  • Doch wie hoch sind die aktuellen Corona-Zahlen laut RKI in Deutschland heute, am Montag, 15.02.21?
Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken seit Wochen, die Maßnahmen des Lockdowns scheinen zu wirken. Sorge bereitet Wissenschaftlern und Politikern allerdings noch immer die Ausbreitung von Mutationen des Coronavirus. Auch deshalb sind die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zunächst grundsätzlich per Lockdown verlängert und nur in Teilen gelockert worden. Wie also entwickeln sich die Corona-Zahlen in Deutschland?

Corona-Zahlen in Deutschland: Inzidenz in monatelangem „Hotspot“ Baden-Württemberg unter 50

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ist im Südwesten unter die 50er-Marke gesunken. 20 Stadt- und Landkreise liegen noch über der 50er-Marke. Das Sozialministerium hatte Städte und Kreise mit einer Inzidenz jenseits der 50 verpflichtet, Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 Uhr und 5.00 Uhr zu erlassen.

Corona in Deutschland: Sorge, dass Zahlen durch Mutationen ansteigen - Verschärfte Einreiseregeln

An den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind in der Nacht von Samstag auf Sonntag schärfere Einreiseregeln in Kraft getreten. Laut einer Verordnung des Bundesinnenministeriums dürfen aus den betroffenen Gebieten nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Neue RKI-Fallzahlen: Inzidenz, Neuinfektionen und Toten am Montag, 15.01.

  • Neuinfektionen: Nach Angaben des RKI haben die Gesundheitsämter am Montagmorgen 4426 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Gestern waren 6114 Neuinfektionen gemeldet worden und am Montag der vergangenen Woche, dem 8.2.21, waren es insgesamt 4535 Neuinfektionen und 158 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden.
  • „Zeit Online“ berichtet, dass es heute 4740 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.338.987 positiv getestete Fälle registriert.
  • Tote: Deutschlandweit sind bisher 65.076 Menschen.mit oder an einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 116 Tote mehr als am Tag zuvor. „Zeit Online“ zufolge gab es 140 neue Todesfälle zu verzeichnen. Insgesamt kommt Zeit Online auf 65.606 Tote.
  • Höchststand Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 2.128.800 Menschen an.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Am Montag liegt dieser Wert bei 0,88. Gestern hatte er bei 0,90 und am Montag der Vorwoche bei 0,95 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen und liegt aktuell bei 58,9. Gestern war ein Wert von 57,4gemeldet worden. Vor vier Wochen, am 17. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 136 gelegen. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Sowohl die Zahl der Todesfälle als auch die der Neuinfektionen dürften aufgrund von Meldeverzögerungen am Wochenende tatsächlich höher sein.

Corona-Zahlen in Deutschland: NRW vor Bayern und Niedersachsen - BW-Zahlen sehr niedrig

Laut „Zeit Online“ waren Nordrhein-Westfalen mit 1311, Bayern mit 734, Niedersachsen mit 525 und Hessen mit 326 neuen Fällen die Bundesländer mit den meisten Neuinfektionen. Baden-Württemberg, das lange Zeit immer auf Platz drei in dieser Statistik gelegen hatte, belegt aktuell keinen der vorderen Plätze bundesweit.
Die meisten Todesfälle gab es dem Zeit-Bericht nach mit 32 in Bayern. In Nordrhein-Westfalen starben demzufolge 28 Menschen an einem Tag, in Hessen waren es elf und in Sachsen zehn.
Die Stadt mit den meisten Neuinfektionen war laut „Zeit“ Hamburg mit 118, darauf folgen Köln mit 110 und Bonn mit 86 Neuinfektionen. Im niedersächsischen Emsland registrierten die Behörden 74 neue Fälle, in Berlin 71. Die meisten Todesfälle hatte unter den Stadt- und Landkreisen Nürnberg zu verzeichnen mit 14, in Hamburg und Bonn starben jeweils acht Personen.

Johns-Hopkins-Universität: Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co. heute

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Montag (Stand 6 Uhr) weltweit rund 108,8 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus bisher. Gestorben sind demnach auf der Welt bisher knapp 2,4 Millionen Menschen.
Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:
  • USA: 27.639.538 Infizierte und 485.332 Tote.
  • Indien: 10.916.589 Infizierte und 155.732 Tote.
  • Brasilien: 9.834.513 Infizierte und 239.245 Tote.
  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.341.744 Infizierten und 65.107 Toten.

RKI-Dashboard heute: Neue Corona-Fallzahlen für Bundesländer und Landkreise am 15.02.

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.
Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an.

Fallzahlen in Deutschland: BW will Laborkapazitäten ausbauen

Die Landesregierung möchte ihre Laborkapazitäten weiter ausbauen und in den kommenden zwei Wochen alle positiven Coronavirus-Proben auf Virusvarianten untersuchen. Bei der flächendeckenden Bestimmung sei Baden-Württemberg im Ländervergleich ihres Wissens nach Vorreiter, teilte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) mit. Die flächendeckende Analyse der Proben solle dazu dienen, „die Verbreitung der Varianten mittels gezielter Kontaktnachverfolgungs- und strenger Quarantänemaßnahmen einzudämmen“.
Bislang werden bereits alle Proben in Baden-Württemberg mit einer sogenannten vorgeschalteten PCR-Untersuchung auf möglicherweise vorhandene Mutationen des Virus untersucht. Um die genetischen Veränderungen des Virus und damit die genaue Virusvariante zu analysieren, ist im Anschluss ein aufwendigeres Verfahren notwendig, die sogenannte Vollgenomsequenzierung.
Nur so ist es möglich zu erkennen, ob es sich bei der Probe etwa um die zuerst in Großbritannien entdeckte Variante B.1.1.7 handelt oder etwa um die in Südafrika aufgetretene Variante B.1.351. Die Varianten sind laut mehreren Studien ansteckender und stellen deshalb eine zunehmende Gefahr für die Eindämmung der Pandemie dar.

Corona in Deutschland: Zahl der Sterbefälle im Januar über Durchschnitt der Vorjahre

Die Sterbefallzahlen in Deutschland haben im Januar 2021 deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre in diesem Monat gelegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, starben im Januar bundesweit 103.804 Menschen - und damit 18 Prozent oder 15.925 Menschen mehr als in den Jahren 2017 bis 2020 durchschnittlich im Januar gestorben waren.
Die überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen waren im Januar demnach „größtenteils auf eine Zunahme von Sterbefällen in der Altersgruppe der ab 80-Jährigen zurückzuführen“. So starben 29 Prozent oder 14.464 ab 80-Jährige mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre in diesem Monat. Die Sterbefallzahlen der unter 80-Jährigen unterschieden sich mit plus 4 Prozent beziehungsweise 1.461 mehr Sterbefällen hingegen weniger deutlich vom Vierjahresdurchschnitt im Januar.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Erklärungen der wichtigsten Corona-Kennzahlen

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.
Reproduktionszahl (R-Wert)
Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.
Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.
Neuinfektionen
Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.
In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.
Siebentage-Inzidenz
Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.
Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.
Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung
Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.
Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.
Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.