• Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken kaum noch, das galt zuletzt auch für Bayern.

Söder mahnt vor „Öffnungshektik“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mahnte vor den Bund-Länder-Beratungen zur Vorsicht bei möglichen Lockerungen der Corona-Beschränkungen. „Wir wollen schrittweise öffnen, aber mit Vernunft und Vorsicht. Wir dürfen angesichts der Mutation keinen Blindflug starten“, sagte Söder dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Die Politik darf jetzt nicht die Nerven verlieren. Öffnen ja, aber klug und umsichtig“, betonte der CSU-Chef.
Mit Blick auf Stufenpläne aus mehreren Bundesländern mahnte Söder ebenfalls zur Vorsicht. „Bei einem Stufenplan muss man aufpassen, dass am Ende nicht ein Datum alle nächsten Schritte bestimmt“, sagte der Ministerpräsident. Am Ende müsse auch möglich sein, Öffnungsschritte zurückzunehmen.
Zentrales Steuerungsinstrument sollten aus Sicht Söders die Inzidenzzahlen sein. „Eine intelligente Öffnungsmatrix sollte sich an den Zahlen von 35 und 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen orientieren.“ Diese Werte stünden aus gutem Grund fest. Öffnungen müssten dann nach Daten und nicht nach einem Datum erfolgen und für alle nachvollziehbar sein. „Eine generelle Öffnungshektik hilft niemandem“, warnte der Regierungschef.

Lockerungen in Bayern ab 1. März

Doch in Bayern gibt es schon erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Ab Montag, 1. März, dürfen unter anderem Baumärkte, Blumenläden und Friseure im Freistaat wieder öffnen. Baden-Württembergs Ministerpäsident Winfried Kretschmann hatte sich zuletzt über den Vorstoß von Söder bei den Lockerungen verärgert gezeigt.

Weitere Lockerungen für Handel und Gastronomie durch Schnelltests möglich

Am Samstag sprach Ministerpräsident Markus Söder (53/CSU) dan ebenfalls über weitere Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern. Es geht um Kontakte, Gastrononomie, Handel und Kultur.

Aktuelle Corona-Fallzahlen und die Inzidenz für Bayern am 27.02.21

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Nürnberg und das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) haben am Samstag, 27.02.2021 aktuelle Zahlen zu Neuinfektionen, Toten., Genesenen, Inzidenz und Impfungen sowie der Impfquote veröffentlicht. So ist die Lage:
  • Gesamtzahl der mit Corona Infizierten: 435.273
  • Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag: 1408
  • 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner: 61,15
  • Seit Beginn der Pandemie mit oder durch Corona gestorben: 12.355
  • Neue Todesfälle im Vergleich zum Vortag: 32
  • Bisher genesen laut RKI: 405.100
  • Das sind 1200 Genesene mehr als am Vortag
  • Fälle der letzten 7 Tage: 8026
  • Fälle pro 100.000 Einwohner: 3316,43
  • Einwohnerzahl in Bayern: 13.124.737

Das sind die Daten zu Impfungen gegen Corona in Bayern heute

Wie viele Menschen sind im Freistaat aktuell gegen das Coronavirus geimpft?
  • Ihre erste von zwei nötigen Corona-Impfungen erhielten in Bayern bisher 683.464 Menschen.
  • Die Zweitimpfung haben 344.192 Menschen erhalten.
  • Die Impfquote beträgt bei der Erstimpfung in Bayern: 5,2 Prozent
  • Zum Vergleich: Die Impfquote in Deutschland beträgt bei den Erstimpfungen 4,7 Prozent

Corona in Bayern: So viele Menschen sind auf den Intensivstationen

Die Lage auf den Intensivstationen ist weiterhin angespannt: Die Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten in Bayern mit Intensivbetten zur Akutbehandlung, Stand 27.02.2021:
  • 453 Covid-19-Patienten in Bayern sind in intensivmedizinischer Behandlung.
  • Davon werden 261 (57,62 Prozent) invasiv beatmet.
  • Insgesamt sind derzeit 2868 Intensivbetten von betreibbaren 3363 Betten belegt.
  • Covid-spezifische freie Intensivbetten: 279