Corona Video-Podcast: Essener Klinikchef entsetzt über Ferienreisende

Hörgeräte-Unternehmer Martin Kind ist bei „19 - Die DUB-Chefvisite“ Gast von Verleger Jens de Buhr (Mitte) und Klinikchef Jochen Werner.
DJB ContentWerft„Die Bilder von den deutschen Flughäfen am Wochenende haben mich fassungslos gemacht.“ Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen Werner, ist entsetzt über Urlaubsreisende, die dem Lockdown entfliehen wollen. Diese „fliegen zu Zehntausenden in alle möglichen Länder, auf die Kanaren, nach Mallorca, wo sie gemeinsam mit infizierten Briten feiern“, kritisiert Werner bei „19 – die DUB Chefvisite„ vor dem Hintergrund der neuen Coronavirus-Variante, die sich von London und Südengland aus verbreitet. „Dafür haben wir alle die Zeche noch zu zahlen“, warnt der Mediziner. „Das Personal im Gesundheitswesen riskiert täglich das eigene Leben, während andere so tun, als sei alles normal – Solidarität sieht anders aus!“
Der Hörgeräte-Unternehmer und Podcast-Gast Martin Kind kritisiert die „analoge Bearbeitung der Pandemie“ in Deutschland. In Asien werde das Coronavirus digitaler und erfolgreicher bekämpft. „Bei uns scheitert das am Datenschutz. Den müssen wir temporär aussetzen, damit wir handlungsfähig sind“, lautet Kinds Forderung. Denn durch den zweiten deutschen Lockdown steigt das Risiko von Unternehmensinsolvenzen „deutlich“, so der Manager – auch im Profifußball, für den der Geschäftsführer der Lizenzspielerabteilung des Zweitligisten Hannover 96 Pleiten „nicht ausschließen“ will.