• In vielen europäischen Ländern ist Reisen derzeit schwierig
  • Die Reisebranche verspricht sich im Sommer mehr Reisefreiheit
Flächendeckende Tests und Fortschritte beim Impfen sollen den Weg zu mehr Normalität im Alltagsleben begleiten. Kanzleramtschef Braun geht davon aus, dass die Impfstofflieferungen „ab Mai deutlich ansteigen“. Ende Juni, Anfang Juli werde man das Zehnfache pro Tag zu verimpfen haben. Gleichzeitig äußert er sich skeptisch mit Blick auf den Osterurlaub. Für den Sommerurlaub sei es „ein bisschen kühn, darüber schon zu spekulieren“. Braun betonte aber: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns im Sommer - wie im vergangenen Jahr - draußen ziemlich normal bewegen können.“ Das Thema Reisen sei komplizierter, weil sich das Virus durch die Mobilität der Menschen verbreite. Braun geht davon aus, dass ab Pfingsten über Reisen und Freizeit deutlich entspannter diskutiert werden kann.

Urlaub trotz Corona: Reisen mit dem EU-Impfpass

Wie das Reisen allerdings mit dem europäischen Impfpass aussehen könnte, soll erst in einigen Monaten abschließend geklärt werden. Dass es möglich ist zeigt Griechenland und Zypern, die mit Israel ein Abkommen getroffen haben, das Reisen mit einer Impfbescheinigung möglich macht.
Wie der Chef des größten europäischen Reisekonzerns Tui, Fritz Joussen, dem Tagesspiegel sagt, begrüße die Reisebranche die Einigung eines EU-Impfpass. Er werde helfen, „Reisefreiheit wiederherzustellen“.

Die Zahl der Reisebuchungen für den Sommer nimmt zu

Noch ist es kein eindeutiger Trend, aber seit Mitte Februar gibt es Anzeichen für ein Anziehen der Reisebuchungen: Die Umsätze für Reisen, die in stationären Reisebüros und auf Online-Portalen gebucht werden, sind in der zweiten Februarwoche gegenüber den Vorwochen merklich angestiegen. Das teilte der Deutsche Reiseverband (DRV) mit. „Mit der Aussicht auf Impfungen und mehr Möglichkeiten für Tests steigt auch die Zuversicht, bald wieder verreisen zu können. Zudem rechnen wir mit einem Nachholeffekt, da viele Menschen im vergangenen Jahr keinen Urlaub machen konnten und diesen auf 2021 verschoben haben“, so Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) in einer Pressemitteilung.
Fernreisen an Ostern sind eher unwahrscheinlich.
Fernreisen an Ostern sind eher unwahrscheinlich.
© Foto: Patrick Pleul / DPA

Corona Urlaub 2021: Reisen an Ostern eher unwahrscheinlich

Fernreisen in den Osterferien wird selbst für Geimpfte schwierig werden, zumindest in den allermeisten Ländern. Die meisten Kunden buchen derzeit für Reisen in diesem Sommer oder später im Jahr – zum Teil sogar erst für Reisen im nächsten Jahr: Rund 60 Prozent der Buchungsumsätze gehen in diesen Tagen für die Sommersaison ein. Fehlende Öffnungsstrategien der Politik und große Unsicherheit über Reisemöglichkeiten in den Osterferien lassen viele Kunden bei der Reiseentscheidung zögern. Es ist zu erwarten, dass für April und auch Mai kurzfristig gebucht wird, sobald Lockerungen absehbar sind. Für Abreisen in den nächsten Wochen – also im März – gibt es aktuell nur wenige Kurzfristbuchungen – dabei konzentrieren sich diese Buchungen auf einige bestimmte Ziele wie etwa kanarische Inseln, Malediven oder Kuba. Vom derzeitigen Reisen schrecken die Quarantäne-Bestimmungen bei der Rückkehr nach Deutschland am meisten ab.

Ausblick auf den Sommerurlaub

Für den Sommer sind derzeit besonders Flugpauschalreisen für Ziele im östlichen Mittelmeer – etwa Griechenland und Türkei – gefragt. Die griechischen Inseln liegen derzeit bei der Nachfrage an der Spitze. Noch verhalten gehen die Buchungen für spanische Ziele wie zum Beispiel die Balearen ein. Dagegen steigt die Zahl der Buchungen für Kreuzfahrten und Fernreiseziele überproportional an. Dabei bezieht sich die Nachfrage bei den Kreuzfahrten mehrheitlich bereits auf den Sommer 2022, so der Deutsche Reiseverband.

Wann Flüge in den Sommerferien am günstigsten zu buchen sind

Für BILD hat Skyscanner die Top-Ten-Rangliste mit den aktuellen Durchschnittspreisen für den Sommerferien-Monat Juli ab Deutschland zusammengestellt:
  • Istanbul (Türkei): 231 Euro
  • Palma de Mallorca (Spanien): 130 Euro
  • Thessaloniki (Griechenland): 197 Euro
  • Heraklion (Griechenland): 227 Euro
  • Antalya (Türkei): 220 Euro
  • Cancún (Mexiko): 432 Euro
  • Izmir (Türkei): 211 Euro
  • Ankara (Türkei): 206 Euro
  • Athen (Griechenland): 164 Euro
  • Teneriffa (Spanien): 253 Euro