Verkehr Deutschland Österreich: Nach Grenzöffnungen: Droht an Fronleichnam Stau auf den Autobahnen

An Fronleichnam dürften viele Deutsche nach Österreich fahren. Größere Staus soll es aber kaum geben.
Christian Charisius / dpaSeit dem 4. Juni können Deutsche wieder in Österreich Urlaub machen. An diesem Tag hat die österreichische Regierung die Grenzen zu fast allen Nachbarländern wieder geöffnet. Als Folge hat der Grenzverkehr schnell deutlich zugenommen.
Für Spontanurlauber gibt es jedoch gute Nachrichten: Wenn sie nach langer Pause wegen der Corona-Pandemie am verlängerten Fronleichnams-Wochenende das erste Mal wieder verreisen, sollten sie zumindest in Österreich kaum im Stau stehen. Das berichtet das Portal vienna.at und beruft sich auf den Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC). Demnach erwartet der ÖAMTC lediglich an Grenzübergängen zu Ungarn und Slowenien stärkeren Verkehr. Das liege unter anderem an deutschen Urlaubern, die am Ende der Pfingstferien wieder nach Hause fahren würden.
Der ÖAMTC geht jedoch davon aus, dass der Ausflugsverkehr vor allem innerhalb Österreichs rollen wird. Bei schönem Wetter würdenviele zu den Seen in Salzburg, Oberösterreich und Kärnten unterwegs sein. In Niederösterreich dürften viele in die Wachau fahren, außerdem im Burgenland in die Regionen am Neusiedler See.
Auf deutschen Autobahnen kann es an Fronleichnam Staus geben
Auf den deutschen Autobahnen dürfte es dagegen viel Verkehr geben. Besonders betroffen sind die Straßen in Süddeutschland. Wegen des Feiertages Fronleichnam am 11. Juni (Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, in Teilen Sachsens und Thüringens sowie im Saarland) und einem Brückentag am Freitag starten einige Autofahrer schon am Mittwochnachmittag ins verlängerte Wochenende. Da Flugreisen und Autofahrten ins Ausland nach wie vor nur eingeschränkt möglich sind, werden sich viele Deutsche für einen Kurztrip im eigenen Land oder für Tagesausflüge entscheiden.
Der Rückreiseverkehr am Ende der Pfingstferien erreicht seinen Höhepunkt voraussichtlich am Samstag, 13. Juni. Dann bilden sich vor allem Staus im Süden Deutschlands und auf den Routen in Richtung Norden. Wobei in diesem Jahr deutlich weniger Reisende unterwegs sein dürften als in den Vorjahren. Besonders betroffen sind die süddeutschen Autobahnen.
Auf diesen Autobahnen kann es sich stauen:
- A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Lübeck
- A 1 / A 3 /A 4 Kölner Ring
- A 2 Dortmund - Hannover - Berlin
- A 3 Passau - Nürnberg - Würzburg - Frankfurt - Köln
- A 4 Erfurt - Dresden - Görlitz
- A 5 Basel - Karlsruhe - Frankfurt - Hattenbacher Dreieck
- A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
- A 7 Hamburg - Flensburg
- A 7 Füssen/Reutte - Ulm - Würzburg - Hannover
- A 8 Salzburg - München - Stuttgart - Karlsruhe
- A 9 Berlin - Nürnberg - München A 10 Berliner Ring
- A 24 Berlin - Hamburg
- A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
- A 81 Singen - Stuttgart
- A 93 Kufstein - Inntaldreieck
- A 95/B 2 München - Garmisch-Partenkirchen
- A 96 Lindau - München
- A 99 Umfahrung München
Deutschland lockert die Grenzkontrollen
Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden seit Mitte Mai schrittweise gelockert, die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt jedoch bis einschließlich 14. Juni. An den Übergängen zwischen Deutschland und Frankreich finden nur noch stichprobenartige Kontrollen statt, an den Grenzen zwischen Deutschland und Österreich wird nur noch von deutscher Seite aus stichprobenartig kontrolliert. Die Einreise nach Frankreich und in die Schweiz ist weiterhin nur aus einem nachweisbaren triftigen Grund erlaubt. Mit Wartezeiten ist zu rechnen.


