Bundesweit hat das Öffnungskonzept in Tübingen Schlagzeilen gemacht.Nun wird das Tübinger Modell bis Mitte April verlängert.

Tübinger Modell verlängert - Inzidenz konstant unter 35

Seit dem 16. März läuft das Projekt zur Öffnung von Einzelhandel, Gastronomie und Kultur. Nun ist das Projekt unter dem Titel „Öffnen mit Sicherheit“ um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert worden. Das teilte das Sozialministerium am Freitag mit. „Dem Antrag liegen ein erster Zwischenbericht der Stadt und aktuelle Zahlen des Landesgesundheitsamtes zugrunde“, sagte der Amtschef des Ministeriums, Dr. Uwe Lahl, am Freitag (26. März) in Stuttgart.

Inzidenz in Tübingen konstant unter 35

Demnach liege die Inzidenz in der Stadt Tübingen seit mehreren Wochen durchgängig unter 35. Es gebe bisher keine Anzeichen, dass die kontrollierten Öffnungen zu einem Anstieg der Infektionen in der Stadt geführt hätten. Die Positivrate der Schnelltests ist mit 1:1000 sehr konstant. Das von der Stadt aufgebaute System regelmäßiger Testungen in Betrieben, Schulen, Kitas und das leistungsfähige Netz von Teststationen funktionieren“, so Dr. Lahl.

Corona-Zahlen Tübingen: Inzidenz, Neuinfektionen und Fallzahlen

Während in der Stadt Tübingen die Inzidenz niedrig ist, liegt sie im Landkreis nach Angaben des RKI bei 70. Die Zahlen im Detail (Stand 26.03., 0:00 Uhr):
  • Zahl der Infizierten: 6556
  • Zahl der Neuinfektionen: 41
  • 7-Tage-Inzidenz: 70,8
  • Tote: 166

Tagespass Tübingen: Stadt begrenzt die Zahl der Besucher

Weil die Stadt für das Osterwochenende mit großem Besucheranstrum rechnet, beschränkt sie das Angebot. Im Zweitraum von Karfreitag bis Ostermontag können nur Menschen, die im Landkreis Tübingen leben oder arbeiten einen Test und damit einen Tagespass erhalten.

„Tübingen schafft es“: Palmer kontert Kritik von Lauterbach

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte das Modellprojekt der Uni-Stadt. Auch Tübingen schaffe es nicht. Oberbürgermeister Boris Palmer und Lisa Federle halten nun dagegen.