Corona Regeln und Deutsche Bahn
: Bund und Länder diskutieren vor Corona-Gipfel über mehr Abstand bei Bahnreisen

Am Mittwoch kommen Bund und Länder zum nächsten Corona-Gipfel zusammen. Unter anderem soll es dabei auch um die Abstandsregeln in Zügen der Deutschen Bahn gehen.
Von
Tobias Knaack mit AFP
Berlin
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Wie viele Plätze werden in Zügen der Deutschen Bahn künftig besetzt sein? Das soll unter anderem auf dem Corona-Gipfel am Mittwoch diskutiert und geklärt werden. (Symbolbild)

Sven Hoppe/dpa

Vor dem Corona-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs am Mittwoch wird - gerade mit Blick auf Weihnachten und Silvester - auch über Maßnahmen für mehr Abstand zwischen Bahnreisenden beraten. Die Sitzplatzkapazität solle „deutlich erhöht“ werden, heißt es in der jüngsten Beschlussvorlage, die der Nachrichtenagentur AFP am späten Dienstagabend vorlag. Parallel dazu solle „die Reservierbarkeit beschränkt“ werden. Konkret ist davon die Rede, dass im Winter grundsätzlich nur noch alle Fensterplätze buchbar sein sollten. Hintergrund der Diskussion sind die immer noch stabil hohe Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland.

Reisen trotz Corona in der Deutschen Bahn - Das ist die Beschlussvorlage

Die Gangplätze sollten hingegen im Reservierungssystem größtenteils geblockt werden und damit nicht mehr buchbar sein, heißt es weiter. In allen Zügen sollten nur noch ein Platz pro Doppelsitz, bei Sitzgruppen mit Tisch nur noch die diagonal gegenüberliegenden Plätze und in Abteilen mit sechs Plätzen nur noch zwei davon reservierbar sein. Für gemeinsam reisende Bahnkunden wiederum solle es Bereiche geben, in denen auch nebeneinander liegende Sitzplätze reserviert werden könnten.

Bei dem Papier handelt es sich um eine zwischen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sowie den Staats- und Senatskanzleichefs der Länder abgestimmte Vorlage. Einige Punkte sind darin allerdings noch als strittig markiert, darunter auch die Regelungen zur Bahn, die immer wieder auch gegen Maskenmuffel vorgehen muss, die sich nicht an die geltenden Regeln in den Zügen halten.

Zuletzt hatte es bereits eine Diskussion um die Abstandsregeln in Zügen gegeben - und wieso Mitarbeiter des Bundes einen zweiten Sitzplatz bekommen, andere Reisende diesen aber selber bezahlen müssten.