• Die Auszahlung des Corona-Pflegebonus wird voraussichtlich erst Anfang 2022 erfolgen
  • Wie viele Beschäftigte in der Intensivpflege oder den Notaufnahmen arbeiten muss die neue Bundesregierung erst noch ermitteln
  • Angedacht war der Corona-Bonus für Pflegepersonal in Krankenhäusern schon Anfang Dezember
Dass der Pflege-Bonus kommt, da ist sich die neue Regierung einig. "Es wird auf jeden Fall einen Pflegebonus geben", sagt Nicole Westig von der FDP. Doch zu welchem Zeitpunkt die Prämie ausbezahlt wird bleibt weiter offen. Eine Auszahlung zum 1. Januar 2022 scheint nicht möglich. Warum dauert es so lange? Es läge wohl an verlässlichen Daten, sagt Gesundheitsexpertin Westig: "Wie viele Intensivpflegekräfte, wie viele sonstige Beschäftigte in den Notaufnahmen und so weiter." Janosch Dahmen von den Grünen betont: „Was wir unbedingt vermeiden wollen, ist, dass Einzelne, die das Geld absolut verdient hätten, am Ende kein Geld erhalten, weil wir das Gesetz auf die Schnelle nicht gut gemacht haben.“

Pflegebonus: Arbeitgeber sollen Zahlen liefern

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft und andere Institutionen im Pflegebereich sollen Zahlen liefern. Das Gesetz über den Pflegebonus soll dann Anfang 2022 beschlossen werden. Westig hofft auf eine Auszahlung im ersten Quartal. Bis zu 3000 Euro pro Person sind bisher im Gespräch. Insgesamt will die neue Regierung eine Milliarde Euro dafür zur Verfügung stellen.

Wird der Corona-Bonus gerecht verteilt?

Doch ob schnell oder wohl überlegt – Prämien führen immer zu gefühlten Ungerechtigkeiten, befürchtet der deutsche Pflegerat. Das habe man bei der Corona-Prämie der vergangenen Regierung gesehen, erklärt die Chefin des Pflegerats Christine Vogler. Der Bund könne das nicht verteilen, so Vogler, der gebe das den Häusern. Den Bonus nennt Vogler "Brotkrumen. Sie fordert, dass Menschen in der Pflege dauerhaft und verlässlich deutlich mehr verdienen.