• Die Lage in Portugal hat sich deutlich verbessert
  • Das Land will nach rund zwei Monaten Lockdown mit Lockerungen beginnen
Das Parlament in Lissabon billigte am Donnerstagabend, nach einem entsprechenden Antrag von Präsident Marcelo Rebelo de Sousa, eine Verlängerung des Notstandes bis zum 31. März. Später gab Ministerpräsident António Costa derweil einige Lockerungen des strengen Lockdowns bekannt. Demnach sollen Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen am Montag öffnen, sagte der Ministerpräsident. Auch Friseure und Buchläden können dann wieder Kunden empfangen. Restaurants müssen sich noch etwas gedulden, eine Lockerung ist erst ab Mai vorgesehen. Die Lockerungsmaßnahmen würden alle 15 Tage überprüft. Die Landesgrenze zu Spanien soll bis Ostern geschlossen bleiben.

Zahl der Intensivpatienten geht zurück

Das Land hatte im Januar bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit. Der seit dem 13. Januar herrschende strenge Lockdown mit Ausgehbeschränkungen und Zwangsschließungen zahlt sich aber offenbar aus. Auch in den portugiesischen Krankenhäusern, die im Januar kurz vor dem Kollaps standen, entspannt sich die Lage zusehends. Die Zahl der Intensivpatienten ging am Donnerstag um zehn auf 273 zurück - so wenige wie seit dem 29. Oktober nicht mehr. Der Höchstwert war am 5. Februar mit 904 registriert worden. Die Bundeswehr leistet seit Anfang Februar in einem Krankenhaus der Hauptstadt Hilfe.

Ist Portugal Risikogebiet? Norte und weitere Regionen gelten nicht mehr als Risikogebiet

Portugal gilt seit Freitag, 12.03.2021, nicht mehr als Virusvariantengebiet. Zusätzlich gelten manche Regionen auch nicht mehr als Risikogebiet laut der RKI-Liste mit den Risikogebieten. Keine Reisewarnung gilt als mehr für:
  • Alentejo
  • Centro
  • Norte
  • sowie die autonome Region Azoren

Mallorca bald kein Risikogebiet mehr

Neben Mallorca ist Portugal bei den Deutschen eines beliebtes Urlaubsland Mit rund 10,3 Millionen Einwohnern wurden seit Pandemie-Beginn insgesamt mehr als 800.000 Infektionen erfasst. Nach amtlichen Angaben starben 16 635 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Das Auswärtige Amt nimmt die Reisewarnung für die Baleareninsel Mallorca ab Sonntag zurück.

Urlaub Portugal: Tui plant Neustart

In Portugal, das laut Bundesregierung kein Gebiet mit einer starken Ausbreitung ansteckenderer mutierter Coronavirus-Varianten mehr ist, plant Tui einen Neustart ab Mitte April. Die südliche Algarve-Küste, die Atlantikinsel Madeira und die Hauptstadt Lissabon gelten zunächst allerdings weiter als „normale“ Risikogebiete: Wer von dort nach Deutschland einreist, muss auch künftig zehn Tage in Quarantäne, die man mit einem negativen Test nach fünf Tagen verkürzen kann.