Die „Corona-Ampel“ in Österreich soll das Infektionsgeschehen im Land darstellen. Grün ist gut, Rot bedeutet absolute Alarmstufe. Bisher war ein Großteil der Österreichkarte grün eingefärbt, ein Zeichen für ein geringes Infektions-Risiko. Jetzt sind die Zahlen aber wieder sprunghaft angestiegen und die Regierung färbte die Landkarte wieder stark um.
Die sogenannte Ampel-Kommission tagte kürzlich und beriet über das Infektionsgeschehen sowie eine Anpassung der Ampel-Regelung auf einzelne Regionen. Wie der Standard berichtet, sollen die Informationen über die Ergebnisse der Beratungen nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden. Doch bereits während der Sitzung gab es Gerüchte.

So hat die Kommission entschieden

Wien und Innsbruck sowie der Tiroler Bezirk Kufstein werden orange. In Niederösterreich wurden Mödling und Neunkirchen auf Orange gestellt. In Vorarlberg wurden Bludenz und Dornbirn auf Orange, Bregenz und Feldkirch auf Gelb geschaltet. Innsbruck Land, Landeck sowie Schwaz sollen gelb leuchten. Oberösterreich wird gelb bis auf Braunau, Ried und Schärding – diese Bezirke bleiben grün. Graz, Deutschlandsberg und der Bezirk Graz Umgebung werden ebenfalls gelb. Salzburg, das Burgenland und Kärnten bleiben grün. Welche Maßnahmen und mit welchen Regeln die Menschen nun rechnen müssen, bleibt weiterhin unklar.

Chaos und Verunsicherung

Da sich die Farben der Corona-Ampel schlagartig ändern können, herrscht eine gewisse Verunsicherung bei den Bürgern. Was gestern noch Grün ausgewiesen wurde kann heute schon wieder auf Gelb oder gar Orange umspringen. Beispielsweise im Vorarlberg: dort wechselten zwei der vier Bezirke (Feldkirch und Bregenz) von Grün auf Gelb, Dornbirn und Bludenz gar von Grün auf Orange. Das Farbenspiel sorgt für Chaos durch die Tatsache, dass die Veränderun­gen der Ampel offensichtlich keine Konsequen­zen nach sich ziehen. So läuft etwa der Schulunterricht in gelb eingefärbten Bezirken genau so ab wie in den orangenen.